Sechs S-Bahnlinien fahren durch die Stadt, sie sorgen vor allem für die Vernetzung mit der Region. Rund 120 000 Menschen sind werktäglich damit unterwegs.

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„Kundenzufriedenheit von 3,4 auf 2,5 verbessert“: Jochen Geis, Teilnetzmanager der DB fürs S-Bahnnetz.

„Kundenzufriedenheit von 3,4 auf 2,5 verbessert“: Jochen Geis, Teilnetzmanager der DB fürs S-Bahnnetz.

„Kundenzufriedenheit von 3,4 auf 2,5 verbessert“: Jochen Geis, Teilnetzmanager der DB fürs S-Bahnnetz.

M. Zanin, Bild 1 von 2

„Kundenzufriedenheit von 3,4 auf 2,5 verbessert“: Jochen Geis, Teilnetzmanager der DB fürs S-Bahnnetz.

Düsseldorf. Wer regelmäßig mit Bus und Bahn unterwegs ist, für den ist vor allem zweierlei wichtig: die Sauberkeit der Fahrzeuge und die Pünktlichkeit. Das gilt für die Rheinbahn ebenso wie für die S-Bahnen – das zweitgrößte Nahverkehrssystem in Düsseldorf. Sechs S-Bahnlinien fahren durch die Stadt.

Fünf davon werden von der Deutschen Bahn bedient, eine von der Regiobahn (S28). Dieses Netz wird an jedem Werktag von fast 120 000 Fahrgästen frequentiert. Ca. 16 000 nutzen die Züge der Regiobahn, rund 100 000 die der Deutschen Bahn. Nach DB-Angaben steigen an jedem Werktag allein am Hauptbahnhof 45 000 Menschen ein oder aus, an den anderen 24 Düsseldorfer S-Bahnhöfen sind es noch einmal 55 000.

Thema des Tages S-Bahn in Düsseldorf

Wie lange all diese Menschen auf verspätete Züge warten müssen, das zeigt die neueste Pünktlichkeitsstatistik der Deutschen Bahn: Demnach lag die durchschnittliche Verspätung – abhängig von der Linie – zwischen einer halben Minute (S11) und 1,2 Minuten (S68). Diese Werte mögen vor allem Berufspendlern niedrig vorkommen, weil sie zu den Stoßzeiten deutlich größere Verspätungen erleben. Weil in diese Statistik aber all die vielen (deutlich pünktlicheren) Abend- und Nachtverbindungen eingehen, sind die Durchschnittswerte relativ niedrig.

Manch leidgeplagter Pendler mag argwöhnen, die Bahn sei nicht weiter groß bemüht, die Verspätungen einzudämmen. Stimmt aber nicht – schon allein, weil der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als Besteller der Linien umso mehr Geld einbehält, desto größer die Unpünktlichkeit ist. Jede Zehntelminute, die der Durchschnittswert hoch oder runter geht, bedeutet für die Deutsche Bahn bares Geld.

Kundenzufriedenheit in Sachen Pünktlichkeit hat sich verbessert

Insgesamt sei man auf einem guten Weg, meint Jochen Geis, Teilnetzmanager für die S-Bahn Rhein-Ruhr: „Seit 2007 hat sich die Kundenzufriedenheit bei der Pünktlichkeit, ausgedrückt in Schulnoten, von 3,4 auf jetzt 2,5 verbessert.“ Gleichwohl betont Geis, „dass es 100-prozentige Pünktlichkeit nie geben wird“.

Das heutige S-Bahnnetz startete im Jahr 1967 mit elektrischen Lokomotiven auf der Strecke von Ratingen-Ost nach Düsseldorf-Garath. Seitdem wurde das Netz kontinuierlich ausgebaut. In Düsseldorf verkehren aktuell sechs Linien. Fünf gehören zum S-Bahnnetz Rhein-Ruhr, wobei vier von der DB betrieben werden und eine (S28) von der Regiobahn. Ein Sonderfall ist die S11: Sie wird von der S-Bahn Köln (ebenfalls DB) betrieben.
 

Die Fahrzeugflotte der S-Bahn Rhein-Ruhr besteht aus 134 S-Bahnen, benötigt werden für den Regelbetrieb 121 Züge, der Rest ist Reserve.

An einem Normalwerktag (Montag bis Freitag an Schultagen) halten die S-Bahnen der DB über 4900 mal an den 25 S-Bahnhöfen im Stadtgebiet an, rund 500 mal am Hauptbahnhof und 4400 mal an den 24 weiteren S-Bahnhöfen.

In der Regel sei es so, dass ein Drittel aller Zugausfälle durch externe Faktoren ausgelöst werde, also Sturm und Blitz, Personen im Gleis oder Polizeieinsätze. Ein weiteres Drittel resultiere aus der Infrastruktur, also Probleme mit der Oberleitung, den Fahrdrähten oder Ähnliches. Und ein weiteres Drittel gehe auf das Konto der Bahn selbst, etwa wenn sich ein Lokführer verspäte. Für den Fall, dass ein Zug ausfällt, sind an verschiedenen Stellen Reservefahrzeuge verteilt. Eines steht direkt am Hauptbahnhof.

Das aber soll künftig durch den Einsatz neuerer Züge seltener passieren. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings für die Ratinger: In der Hauptverkehrszeit zwischen 7 und 8 Uhr morgens fahren an Werktagen derzeit noch sechs Züge Richtung Düsseldorf, drei davon sollen gestrichen werden. Geis erklärt: „Die drei Verstärker-Züge sollen wegfallen, wenn dort die neueren und längeren Züge unterwegs sind.“

© WhatsBroadcast

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