Die IHK möchte den Tourismus Richtung Düsseldorf beflügeln. Außerhalb der Messezeiten bleiben viele Betten leer.

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Mit 303 Zimmern drängt das Hyatt Regency im Hafen ab Mitte Dezember auf den Markt.

Mit 303 Zimmern drängt das Hyatt Regency im Hafen ab Mitte Dezember auf den Markt.

Bernd Nanninga

Mit 303 Zimmern drängt das Hyatt Regency im Hafen ab Mitte Dezember auf den Markt.

Düsseldorf. 30.000 Betten bieten die Hotels in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann bereits an. Bis zum Jahresende sollen noch 700 dazu kommen, darunter allein 303 im Hyatt Regency, das Mitte Dezember im Medienhafen eröffnet. Die Industrie- und Handelskammer hat jetzt ein Konzept entwickelt, wie die Hotels außerhalb der Messen besser ausgelastet werden können. Alarik Graf Wachtmeister, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Tourismus, Kongress- und Ausstellungswesen, stellte am Dienstageinen Sieben-Punkte-Plan vor.

Zentraler Punkt ist die Förderung des Tourismus. "Wir brauchen eine Spielstätte, die ein langfristig angelegtes Programm hat und international bekannt ist", sagt Alarik Graf Wachtmeister und führt als gelungenes Beispiel Bochum mit dem "Starlight Express" an. Das müsse aber keineswegs ein Musical-Haus sein, auch eine feste Dependance des Cirque du Soleil oder Roncalli könnten diese Lücken füllen.

Kultur, Kirmes und Shopping sollen besser vermarktet werden

Außerdem solle sich die Stadt um eine Lizenz für ein Spiel-Casino bemühen. Das sei auch ein geeignetes Angebot für alle Besucher, die nicht Deutsch sprechen. Außerdem ei es wichtig, die hervorragenden Museen und Kulturinstitute Düsseldorfs besser zu vermarkten: "Vor allem, wenn jetzt bald das K20 wiedereröffnet." Das gelte auch für das Angebot als "Shopping-City".

Mehr tun solle man auch für die größte Kirmes am Rhein: "Warum gelingt es München, das Oktoberfest so zu vermarkten, dass es international ein Begriff ist?" Das Fest auf den Oberkasseler Rheinwiesen habe das Potenzial, auch Gäste aus den Nachbarländern anzulocken.

Entwicklungsfähig sei Düsseldorf auch als "Gesundheits-Region". Alarik Graf Wachtmeister: "Wir haben schon jetzt viele Besucher aus dem Mittleren Osten, die sich hier behandeln lassen." In und um Düsseldorf gebe es hervorragende Ärzte und Kliniken. Einige Hotels reagieren bereits mit speziellen Angeboten auf die Gäste aus dem arabischen Raum, das könne man aber noch ausbauen.

In Düsseldorf und dem Kreis Mettmann gibt es 320 Hotels mit 30.000 Betten. Dort arbeiten rund 4.500 Beschäftigte. Bis zum Jahresende werden 700 weitere Betten auf den Markt kommen. Ausgelastet sind die Hotels nur alls vier Jahre zur Drupa-Messe.

Seit 2003 steigt die Zahl der Gäste und liegt jetzt bei mehr als vier Millionen Übernachtungen. Nur 2009 gab es einen Einbruch wegen des schwachen Messejahres.

Wichtig sei es auch, mehr Kongresse mit 1.000 Teilnehmern aufwärts an den Rhein zu bekommen: "Das sind Veranstaltungen, die langfristig geplant werden. In anderen Städten haben Hotels Kontingente schon auf Jahre gebucht." Düsseldorf habe bislang auf Kongresse und Seminare gesetzt, die kurzfristig geplant werden: "Wir möchten die Kräfte bündeln und mit der Stadt zusammen arbeiten."

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