Die Personaldecke beim Sicherheitsdienst Kötter bleibt dünn. Der Flughafen Düsseldorf erwartet in den Osterferien eine Million Fluggäste.

Personaldecke bei Kötter bleibt dünn. Airport erwartet in Osterferien eine Million Fluggäste.
Wer in den Osterferien in den Urlaub fliegen will, sollte rechtzeitig am Düsseldorfer Airport sein. Wie schon im Vorjahr könnte es erneut lange Schlangen an den Sicherheitskontrollen geben – wie hier vor ein paar Tagen.

Wer in den Osterferien in den Urlaub fliegen will, sollte rechtzeitig am Düsseldorfer Airport sein. Wie schon im Vorjahr könnte es erneut lange Schlangen an den Sicherheitskontrollen geben – wie hier vor ein paar Tagen.

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Wer in den Osterferien in den Urlaub fliegen will, sollte rechtzeitig am Düsseldorfer Airport sein. Wie schon im Vorjahr könnte es erneut lange Schlangen an den Sicherheitskontrollen geben – wie hier vor ein paar Tagen.

Düsseldorf. Rein statistisch gesehen sitzt in zwei Wochen jeder Einwohner aus dem Großraum Düsseldorf in einem Flugzeugsitz: Rund eine Million Passagiere werden in den Osterferien am Düsseldorfer Flughafen erwartet. 8880 Starts und Landungen stehen im Flugplan. Passagierreichster Tag wird voraussichtlich der Freitag vor Ferienbeginn (23. März) – mit mehr als 74 000 Passagieren und 590 Flügen.

Verdi blickt nicht nur diesem Tag mit großer Besorgnis entgegen und befürchtet, dass sich in den Osterferien die Verhältnisse aus dem vergangenen Jahr wiederholen könnten: Vor allem in den Sommerferien und im September hatte es im Terminal lange Schlangen an den Sicherheitskontrollen gegeben. Die Fluggäste waren völlig genervt, Passagiere verpassten wegen der langen Wartezeiten ihre Flüge, das vorhandene Sicherheitspersonal arbeitete am Limit. An manchen Tagen lag der Krankenstand bei 20 Prozent. Später mussten Mitarbeiter der Bundespolizei und von Fremdfirmen einspringen, um das Chaos unter Kontrolle zu bekommen.

Sicherheits-Dienstleister Kötter versprach Abhilfe, man werde sich auf 2018 und die passagierstarken Ferienwochen personell besser vorbereiten. 100 neue Luftsicherheitsassistenten sollten ausgebildet und eingestellt werden. Das hat Kötter bis zu den Osterferien zugesagt. Doch die Firma hat Schwierigkeiten, die versprochene Aufstockung zu erfüllen. Die Personaldecke ist noch dünn, doch die Zeit rennt. Die Chefausbilderin wurde zudem gerade ausgetauscht, ein ehemaliger Regionalleiter hat den Posten übernommen.

53 von 131 Auszubildenden haben die Prüfung bislang bestanden

Kötter hat mit seinem neuen Ausbildungsprojekt im September begonnen. 131 Auszubildende haben seitdem die Erst- und Zweitprüfung durchlaufen, 53 von ihnen haben laut Kötter bestanden. Das entspricht einer Quote von 40,5 Prozent. 56 Auszubildende der 131 wollen es in den kommenden zwei Wochen erneut in einer Prüfung versuchen. Weitere 16 Anwärter treten bis Ostern erstmals an. Fünf neue Assistenten seien schon im September eingestellt worden. Kötter geht derzeit davon aus, dass mit Ferienbeginn 75 statt der 100 angepeilten neuen Mitarbeiter ihren Dienst aufnehmen können.

Um in Stoßzeiten bis zu 276 Luftsicherheitsassistenten pro Schicht an den 46 Kontrollstrecken am Flughafen einsetzen zu können und ein Chaos wie im vorigen Jahr zu vermeiden, braucht das Sicherheitsunternehmen mehr Personal. „Wir fahren seit Monaten zweigleisig“, sagt Kötter-Direktor Peter Lange und setzt „im Back-up“ wieder auf den Einsatz von Fremdfirmen.

Neben kurzfristig engagierten Aushilfen von Flughäfen aus Hamburg, Karlsruhe und Belgien würden Kötter-Mitarbeitern in Düsseldorf und Köln 100 Euro zusätzlich geboten, wenn sie an einem freien Tag zur Arbeit gehen. Zudem werden Mitarbeitern von anderen Sicherheitsfirmen 3000 Euro Prämie angeboten, wenn sie den Arbeitgeber wechseln und in Düsseldorf beginnen. Das sei eine Komponente von vielen und durchaus gängige Praxis, so Kötter-Sprecher Carsten Gronwald.

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