40 Millionen Euro werden in das Shopping-Center investiert. Eine Verbindung zur Kö-Galerie ist jetzt fest geplant.

Kö
So edel, hell und offen soll das künftige Sevens nach den Herbstferien die Besucher anlocken. Animation: Sevens

So edel, hell und offen soll das künftige Sevens nach den Herbstferien die Besucher anlocken. Animation: Sevens

So edel, hell und offen soll das künftige Sevens nach den Herbstferien die Besucher anlocken. Animation: Sevens

Der Macher des neuen Sevens: Uwe Reppegather (links) investiert 40 Millionen Euro in das Gebäude.

Bild 1 von 3

So edel, hell und offen soll das künftige Sevens nach den Herbstferien die Besucher anlocken. Animation: Sevens

Düsseldorf. Die meisten Händler sind schon ausgezogen, mehrere Rolltreppen sind entfernt und Schilder weisen auf die Umbauarbeiten hin. Obwohl die Centrum-Gruppe als neue Eigentümerin des Sevens noch auf die Baugenehmigung der Stadt wartet, sind die Bauherren sicher, schon das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr mitnehmen zu können. Allein Saturn hat auch während des Umbaus geöffnet.

Der Durchbruch zur benachbarten Kö-Galerie sei zu „90 Prozent“ vertraglich in trockenen Tüchern, sagt Thomas Doerr, Geschäftsführer der mit der Vermietung beauftragten Comfort Center Consulting. Und eine weitere Verbindung soll es zum Gebäude Steinstraße 11 geben (ehemals Bang & Olufsen im Untergeschoss). Das Haus wurde von der Centrum-Gruppe gekauft.

Centrum-Gesellschafter Uwe Reppegather investiert 40 Millionen Euro, um das seiner Meinung nach desaströse alte Konzept zu beseitigen. „Das Sevens als vertikale Mall hat vom ersten Tag an nicht funktioniert.“ Lediglich in den Untergeschossen sei gutes Geld verdient worden. Und bei Saturn: 15 000 Menschen pro Tag zieht das Unternehmen in das siebengeschossige Gebäude an der Kö. Die Geschäfte in den Rundläufen hätten dagegen ein Dasein wie auf einem Abstellgleis geführt.

Übersichtliche Rolltreppen für kürzere Einkaufswege

Künftig soll alles heller, übersichtlicher und edler werden. Die Architektur mit den wuchtigen und verwinkelt angeordneten Rolltreppen sei zwar beliebt für Schnappschüsse ausländischer Touristen gewesen, nicht aber bei den Kunden. „Man sieht keine Läden und keine Marken“, sagt Reppegather. Hinzu komme ein gewisse „Pfadfindermentalität“ in den oberen Etagen, ergänzt Saturn-Geschäftsführer Dirk Henckel: „Wir haben Kunden, die schon jahrelang zu uns kommen und immer noch danach fragen, wo die Kasse ist.“

Jetzt werden die Einkaufswege werden durch ein übersichtliches Rolltreppensystem verkürzt. Damit würden auch die Aufzüge entlastet – und das Schlangestehen im Parkhaus. Die Umläufe im ersten und zweiten Obergeschoss fallen weg, Einkaufsfläche wird gewonnen.

Philipp Plein Erstes neues Nobel-Geschäft ist Philipp Plein. Läden gibt es in Saint Tropez, Monte Carlo, Wien und Moskau. Mit 250 m2 eröffnet der Modehändler sein erstes Geschäft in Deutschland.

Lafayette Auch Galerie Lafayette (Paris, Berlin) sei an den oberen Etagen interessiert gewesen. Saturn habe aber den Zuschlag bekommen.

Joop Wie berichtet, geht Joop. Dabei bleiben nach dem Umbau: Catherine Sauvage, Strenesse, Tott & Co, La Chemiserie, Siemens Juwelen, Eye Catcher, Marlies Möller und Parfumerie Schnitzler.

Saturn wächst von 5.600 auf 10.000 Quadratmeter und belegt künftig fast die Hälfte der Fläche – und bietet sein Sortiment schon ab der 1. Etage an. Der Ankermieter ist dominant, auch im Namen des ganzen Hauses: „Sevens. Home of Saturn“ wird es heißen. Das Alleinstellungsprofil der Kö gilt auch für Saturn: Unter anderem soll der Verkauf von Apple-Produkten eine größere Fläche erhalten.

Last, not least: Es wird mehr Mieter geben, auch besonders exklusive Pächter (siehe Kasten). Die Geschäftsfronten rücken um einen Meter näher in die Mitte, dafür wird das „Auge“ des Sevens verkleinert.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer