Frontmann „Sebi“ Beyer blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Massendefekt.
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Concertteam

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Das Konzert im Stahlwerk war auch eine Gelegenheit, mit Massendefekt-Frontmann Sebastian „Sebi“ Beyer kurz über das erfolgreichste Jahr der Bandgeschichte zu sprechen.

Sebi, 2016 wird in die Geschichte eingehen als schlimmes Jahr. Viele große Künstler sind gestorben. Donald Trump wurde US-Präsident. Aber: 2016 war auch euer erfolgreichstes Jahr als Band.

Sebastian Beyer: So ist es. Politisch gesehen und in Bezug auf Todesfälle war 2016 richtig schlecht! Für Massendefekt war es das genaue Gegenteil. Unser Album kam auf Platz 23 der Charts. Die Läden, in denen wir spielten, wurden immer größer. Die Konzerte waren meist ausverkauft. Wir haben gespürt, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben.

Zudem seid ihr Vorgruppe von AC/DC bei deren Konzert in der Arena gewesen. Der Traum eines jeden Rockmusikers. Habt ihr Angus Young und Co. eigentlich die Hand schütteln können?

Beyer: Nein. Leider nicht. Das ging bei den Jungs ganz fix und knallhart: Die kamen mit der Limousine vor die Arena gefahren, wurden raus gelassen, lieferten einen erstklassigen Auftritt ab - und sind direkt wieder von der Bühne runter, in die Autos rein und abgezischt. Aber wir hatten auch so unseren Spaß.

Broilers, Rogers, Callejon, Massendefekt – es gibt in letzter Zeit immer mehr erfolgreiche Rockbands aus Düsseldorf, die den Toten Hosen folgen. Existiert da ein Wettbewerb?

Beyer: Nein. Gar nicht. Im Gegenteil: Ich freue mich sehr, dass es so viele gute Bands aus der Stadt gibt. Das ist bemerkenswert. Es zeigt mir: Die Sache mit dem „Düsseldorfer Punk“ hat wohl irgendwie ihre Berechtigung.

Jetzt ist euer „Heimspiel“ im Stahlwerk vorbei. Weihnachten steht vor der Tür. Was kommt dann?

Beyer: Erstmal Urlaub. Ich fliege, wie jedes Jahr, für ein paar Wochen in die USA.

Und bringst Deinen Bekannten drüben Massendefekt-Platten mit?

Beyer: (lacht) Ja, das tue ich tatsächlich. Denn irgendwie schaffen es die Amerikaner nicht, in den USA Platten aus Deutschland zu bestellen. Keine Ahnung, warum. Irgendwo hakt es. Also muss ich mehr Gepäck mitnehmen.

Und was passiert nach dem Urlaub?

Beyer: 2017 wird es ruhiger. 2018 soll das nächste Album folgen. Eines, mit dem wir „Echos“ toppen wollen.

Und was war er nun - der schönste Moment 2016?

Beyer: Puh. Das waren so viele… Das Heimspiel im Stahlwerk natürlich! Das Konzert im Sommer in Köln, das bis zum Stahlwerk-Gig unser größtes gewesen war. Unsere Festivalauftritte, bei denen wir mit so vielen anderen tollen Bands zusammen gespielt haben. Und: Ich habe DJ Franco von den großen Limp Bizkit, mit dem ich seit ein paar Jahren befreundet bin, nach deren Konzert in Düsseldorf zum Essen nach Volmerswerth an den Deich eingeladen. So richtig schön gediegen. Das war super!

fw

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