Sport: Pamper Pol, Bouncen und Kletterschlange – im Olympic Adventure Camp können Kinder und Jugendliche 50 Sportarten testen.

Düsseldorf. Geschickt klettert Ines den riesigen Holzpfahl hinauf. Dass sie sich dabei zwölf Meter über dem Rhein befindet, scheint der 13-Jährigen zunächst nichts auszumachen. Doch dann muss sie sich auf dem Pfahl aufrichten, und an ein rund zwei Meter entferntes Trapez springen. Von ihrem Bruder Miguel (12) und ihren Freundinnen angefeuert, springt Ines - und verfehlt das Trapez. Gut, dass sie mit einem Seil gesichert ist. Langsam lässt ein Helfer sie auf den Boden zurückgleiten. Dort angekommen, möchte Ines am liebsten direkt wieder auf den Pamper Pol. So heißt die schwindelerregende Station des achten Olympic Adventure Camps, auf dem sich Kinder und Jugendliche in der letzten Ferienwoche austoben können.

Rund 50 Sportangebote stehen am Rheinufer zur Auswahl

Dafür haben Sportamt, Jugendamt und weitere Düsseldorfer Kooperationspartner rund um den Apollo-Platz einen riesigen Abenteuerspielplatz mit etwa 50 Attraktionen geschaffen, die Kinder und Jugendliche kostenlos ausprobieren können. Das Angebot an Sportarten reicht von Bekanntem wie Fußball, Tischtennis und Bogenschießen bis zu Außergewöhnlichem wie Mountainboarding, Pamper Pol und Seilrutschen.

"Das ist wirklich gut gegen Langeweile. Wir kommen morgen wieder", sagen Ines und Miguel und stürmen weiter Richtung Rheinkniebrücke. Dort hängt ein riesiges Kletternetz, an dem die Kinder bis zu 15 Meter an der Brücke hinaufklettern können.

Während es hier relativ ruhig zugeht, hört man ein paar Meter entfernt immer wieder aufgeregte Schreie. Das Team vom Hochseilgarten Querfeldein hat unter der Brücke eine Riesenschaukel befestigt. Gerade wird die neunjährige Lena an einem Seil unter die sieben Meter hohe Decke gezogen. Als sie fast waagerecht hängt, muss sie sich selbst losschnallen. Mit viel Schwung und einem spitzen Schrei lässt sie sich fallen. Nach dem ersten Schock schaukelt sie lächelnd auf die Bäume zu. "Es ist wirklich prima, dass hier so etwas für die Kinder angeboten wird", freuen sich die Eltern.

Auch sie können an vielen Stationen aktiv werden. Gundula Scharr (41) wagt sich mit Tochter Leonie (8) auf die Mountainboards - einer Art Skateboard, mit der man die Böschung am Apollo-Theater runterdüsen kann. "Ungewohnt, aber auch gut", lautet das Fazit der Mutter. Auf der Wiese vor dem Landtag, die kurzerhand zum Fußballplatz erklärt wurde, können die Familien ihre Schussgeschwindigkeit messen lassen. "Viele Eltern probieren, ob sie fester schießen können als ihre Kinder", lacht Clemens Bachmann vom Sportamt. Er freut sich über das gute Wetter und die zufriedenen Familien. Allein am ersten Tag kamen rund 12.000 Besucher.

Noch bis zum 28. August bietet das Camp täglich von 13 bis 19 Uhr Spiel, Sport und Spaß am Rheinufer.

Viele Stationen befinden sich vor Regen geschützt unter der Rheinkniebrücke.

Erstmals können Balanceboards, Bouncen und Sportakrobatik ausprobiert werden.

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