Dieter Sieckmeyer, Westdeutsche Zeitung.
Dieter Sieckmeyer, Westdeutsche Zeitung.

Dieter Sieckmeyer, Westdeutsche Zeitung.

Dieter Sieckmeyer, Westdeutsche Zeitung.

Wenn Polizisten Silvester Dienst haben, dann wissen die Beamten, was auf sie zukommt. Vor allem in der Altstadt treffen sie oft auf Mitbürger, die einen über den Durst getrunken haben, aggressiv werden und sich nicht selten einen Spaß daraus machen, die Ordnungshüter anzupöbeln. Das war auch in diesem Jahr nicht anders. Allerdings wurden Randalierer schon frühzeitig und konsequent aus dem Verkehr gezogen, bevor sie größeren Schaden anrichten konnten. Und das ist gut so.

Es war ein Erfolg der neuen Polizei-Taktik, die schon seit den Fußball-Krawallen im vergangenen Mai greift. Die Beamten sind nicht nur präsent, sie schreiten auch ein, bevor sich ein gefährliches Gemisch aus angetrunkenen Altstadt-Besuchern, gewaltbereiten Jugendlichen und Randalierern bildet, die ohnehin nur in die Altstadt kommen, um dort ihre Aggressionen auszuleben. In der Vergangenheit haben sich vor allem am Burgplatz dann größere Problem-Gruppen gebildet, die kaum noch unter Kontrolle zu bringen waren. Diese "Rudel-Bildung" findet dank der neuen Taktik nicht mehr statt.

Natürlich wird die Altstadt dadurch kein Ort der Ruhe und des Friedens. Dass es unter den vielen tausend Gästen mal Streit gibt und die Fäuste fliegen, kann auch die Polizei nicht verhindern. Aber die Auswüchse werden verhindert.

Beinahe jedenfalls. Denn die mutwillige Zerstörung der Haltestelle an der Morsestraße hätte ebenfalls konsequentes Einschreiten verlangt. Offenbar gehört es für einige aus der linken Szene zum Silvester-Spaß, die Scheiben dort kurz und klein zu schlagen. Da darf es keine rechtsfreien Räume geben. Auch nicht im neuen Jahr.

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