Namensstreit um die Arena wird das „Abschiedsthema“ bei der letzten Sitzung.

Gisela Piltz: „Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen.“
Gisela Piltz: „Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen.“

Gisela Piltz: „Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen.“

Gisela Piltz: „Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen.“

Günter Karen-Jungen ist empört über die Esprit-Argumentation.

Nanninga, Bernd (bn), Bild 1 von 3

Gisela Piltz: „Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen.“

Düsseldorf. In der nächsten Woche tagt er vermutlich zum letzten Mal, der Aufsichtsrat der Arena, bevor er sich auflöst und zukünftig ein 16-köpfiges Gremium die Geschäfte der Düsseldorf Congress GmbH absegnen soll. Doch zum Abschluss steht noch ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung – der Bericht des Rechtsanwaltes, der für die Stadt in den juristischen Ring beim Namensstreit mit Esprit gehen wird. Wie die WZ am Freitag berichtete, hat das Mode-Unternehmen schwere Geschütze zum Prozess vor dem Landgericht am 14. Januar aufgefahren. Darin werden Oberbürgermeister Dirk Elbers schwere Vorwürfe gemacht, weil er bei den Verhandlungen zum Eurovision Song Contest angeblich Zusagen nicht eingehalten hat.

Schützenhilfe bekommt Elbers aus dem Aufsichtsrat. „Wir haben Fragen gestellt und Antworten bekommen“, so die Noch-Vorsitzende Gisela Piltz, „darum gehe ich davon aus, dass man sich Esprit gegenüber völlig korrekt verhalten hat.“ Sie habe die Klageschrift gelesen und sei „völlig überrascht, wie man das alles auslegen kann“. Für die FDP-Frau ist klar: „Esprit will um jeden Preis aus allen Verträgen raus.“

„Ich bin empört, was sich Esprit da geleistet hat“, geht Günter Karen-Jungen, der für die Grünen im Aufsichtsrat sitzt, noch weiter. Ihn ärgert vor allem der Vorwurf von Esprit, die Arena sei zum Synonym für „Fan-Randale und Geisterspiele“ geworden: „Bei allen Diskussionen, die es vorher gab, sind wir uns heute über politische Grenzen hinweg einig, dass wir eine hervorragende Arena haben.“

Allerdings räumt er ein, dass man während der Verhandlungen mit dem NDR über den Eurovision Song Contest geschickter hätte agieren können: „Ich weiß, dass der NDR auf Esprit zugegangen ist.“ Dann habe man im Aufsichtsrat nichts mehr gehört. Doch die Mode-Firma argumentierte, man wolle nicht ein zweites Mal für ein Logo bezahlen, das schon an der Arena hänge. Ob die Stadt da nicht hätte vermitteln müssen? „Das mag sein“, räumt Karen-Jungen ein.

Nach der Kündigung gab es keine Gespräche mit Esprit mehr

Auch nachdem im März 2013 die Kündigung des Sponsoring-Vertrages kam, wurde offenbar kein Versuch unternommen, doch noch eine gütliche Einigung zu erzielen. „Wir sind immer gesprächsbereit gewesen“, erklärte Esprit-Sprecher Hartmut Schulz, „aber es hat seitdem keine Gespräche mehr gegeben.“ Darum werden nun die Richter entscheiden müssen.

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