Viele Passagiere ins mexikanische Cancún haben sich mit Masken und Tamiflu eingedeckt.

Düsseldorf. Der Flugverkehr zwischen Düsseldorf und Mexiko bzw. den USA läuft weiter, aber mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Passagiere werden registriert, die ärztliche Betreuung ausgebaut. Auch der Fall der infizierten Hamburgerin, die am Montag über Düsseldorf eingereist ist, beschäftigt das Gesundheitsamt. Unterdessen haben am Mittwoch Reisende eine Maschine nach Cancún bestiegen.

Laut Flughafensprecher Christian Witt bekommt jeder ankommende Fluggast ab sofort eine Aussteigerkarte, auf der er seine Adresse hinterlässt. Somit können die Gesundheitsämter die Passagiere kontaktieren, sollte im nachhinein eine Erkrankung bei einzelnen Fluggästen auftreten.

Ein erster Fall ist offenbar die Hamburgerin, die am Montag über Düsseldorf eingereist ist. Gesundheitsamts-Leiter Heiko Schneitler: "Wir stehen im Kontakt mit den Hamburger Kollegen. Zurzeit recherchieren wir die Adressen der Mitreisenden, um sie auf ihre erhöhte Ansteckungsgefahr hinzuweisen und Tipps zu geben."

Deutlich entspannter war am Mittwoch die Stimmung am Check In für den Flug Richtung Cancún. Es habe einige Stornierungen gegeben, Zahlen wollte Air-Berlin-Sprecher Hans-Christoph Noack aber nicht nennen. Von den Passagieren haben sich viele mit Tamiflu und Atemmasken eingedeckt, so Christopher Cooper-Smith, der mit seiner Familie zum Sonnenurlaub aufbrach: "Wir haben 200 Euro ausgegeben." Sorgen mache er sich nicht, die Chance, sich an der Ostküste anzustecken, sei sehr gering.

Franz Wojciechowski aus den Niederlanden hat dagegen keine Medikamente eingesteckt: "Die Inkubationszeit beträgt sieben Tage, ich bin in fünf Tagen zurück, dann kann ich mich ja hier behandeln lassen." Den Psychologen beschäftigte seine Flugangst mehr als die Grippe: "Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass wir abstürzen, als dass ich dort die Grippe bekomme."

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