Politik billigt zumindest Umbau-Pläne. Thomas Beckmann hält dagegen.

Politik billigt zumindest Umbau-Pläne. Thomas Beckmann hält dagegen.
Thomas Beckmann nahm an der Sitzung des Kulturausschusses im Rathaus teil. Er will weiter in dem Haus wohnen bleiben.

Thomas Beckmann nahm an der Sitzung des Kulturausschusses im Rathaus teil. Er will weiter in dem Haus wohnen bleiben.

Sergej Lepke

Thomas Beckmann nahm an der Sitzung des Kulturausschusses im Rathaus teil. Er will weiter in dem Haus wohnen bleiben.

Düsseldorf. Seit fast anderthalb Jahren werden Sanierung und Umbau des Schumann-Hauses an der Bilker Straße 15 nun schon diskutiert, am Donnerstag ist der Kulturausschuss einen Schritt vorangekommen: Einstimmig wurde der Bedarfsbeschluss für die Sanierung des Hauses gefasst. Tatsächlich heißt das aber nur, dass die Planung des Umbaus durchgeführt und eine genaue Kostenberechnung erstellt wird. Vorläufig gibt es nur eine sehr grobe Kostenschätzung von drei Millionen Euro, die um bis zu 40 Prozent überschritten werden könnte.

Kosten und der Mieter Beckmann bleiben die Knackpunkte

Ob die Politik allerdings später tatsächlich eine Investition von mehr als vier Millionen Euro für ein Schumann-Haus absegnet, das lediglich eine Ausstellung mit nur wenigen Exponaten, den Sitz der Schumann-Gesellschaft und eine Anbindung ans Palais Wittgenstein bietet, steht angesichts der Finanzprobleme der Stadt in den Sternen.

Zweiter Knackpunkt bleibt die Frage, ob Cellist Thomas Beckmann, der seit 27 Jahren in der zweiten Etage des Hauses Wohnung und Atelier bewohnt, auszieht. Die Stadt beharrt darauf, denn die Sanierung könne bautechnisch nur durchgeführt werden, wenn das Haus leer sei, teilte Kulturdezernent Hans-Georg Lohe mit. Beckmann bestreitet das, er hat ein Gutachten bei einem Experten eingeholt, der u.a. schon die maroden Holzbalken in der Altstadtkneipe „Em Pötzke“ im laufenden Betrieb saniert habe.

Lohe droht nun mit einem Paragrafen, der eine Mitwirkungs- und Duldungspflicht des Mieters in der Sanierungsphase vorschreibt – und zwar dergestalt, dass der Mieter vorübergehend ausziehen muss. Beckmann aber will weiterhin nicht klein beigeben.

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