Mit Geld, besseren Abläufen und der neuen Tochter soll die Mammutaufgabe gelöst werden.

OB Thomas Geisel und Schuldezernent Burkhard Hintzsche stellten gestern die Pläne für das Schulbau-Programm vor.  Archiv-
OB Thomas Geisel und Schuldezernent Burkhard Hintzsche stellten gestern die Pläne für das Schulbau-Programm vor. Archiv-

OB Thomas Geisel und Schuldezernent Burkhard Hintzsche stellten gestern die Pläne für das Schulbau-Programm vor. Archiv-

OB Thomas Geisel und Schuldezernent Burkhard Hintzsche stellten gestern die Pläne für das Schulbau-Programm vor. Archiv-

AFI/Sergej Lepke, Bild 1 von 2

OB Thomas Geisel und Schuldezernent Burkhard Hintzsche stellten gestern die Pläne für das Schulbau-Programm vor. Archiv-

Düsseldorf. Die Schulbautochter IPM ist beschlossen, nun beginnt die Stadt ihr ehrgeiziges Programm. OB Thomas Geisel stellte jetzt die Pläne vor, wie in kurzer Zeit der Platzmangel an den Schulen bekämpft werden soll: mit hohem finanziellem Aufwand, einer effizient arbeitenden GmbH-Tochter und verbesserten Abläufen zwischen den beteiligten Ämtern.

18 Projekte stehen auf einer Liste, die den nächsten Rat passieren soll, im Fokus dabei die überfüllten Grundschulen und Gymnasien, aber auch andere Schulformen. Das Investitionsvolumen bezifferte Geisel auf rund 68 Millionen Euro, unklar ist aber noch, auf welchen Zeitraum sich die Summe bezieht.

Schuldezernent Burkhard Hintzsche betonte: „Bislang wurden die Baumaßnahmen vor allem aus dem Sanierungstopf finanziert, der war dadurch ständig überlastet.“ Nun würden die Planungen, so der Tenor, verbessert und beschleunigt. Auch weil eine GmbH anders als eine Kommune an manche Auflagen nicht gebunden sei, etwa was öffentliche Ausschreibungen betrifft.

Ein Teil der Bauprojekte wird von der neuen IPM gestemmt, ein Teil von der Bauverwaltung. Um die Reibungsverluste zu vermeiden, ist eine Projektgruppe eingerichtet. Sie wird von Florian Dirszus geleitet, der bislang als OB-Referent tätig war.

Ist bei solchen Ausgaben die Schuldenfreiheit zu halten?

Um die Finanzierung zu gewährleisten, wird in der Regel die IPM in Vorleistung gehen, die Stadt anschließend als Mieter die Kosten zurückzahlen. Ob sich dieses Programm auf lange Sicht mit der Schuldenfreiheit vereinbaren lässt, dazu sagte Thomas Geisel: „Da bin ich zuversichtlich und wir machen es so sparsam wie möglich. Klar ist aber, dass es keine Alternative gibt.“

Die nun vorgestellten Pläne sind erst der Anfang, bis 2020 rechnet die Stadt mit einem Anstieg der Schülerzahlen von 42 000 auf 48 000. Den Investitionsbedarf bis dahin veranschlagte Geisel „im nennenswerten dreistelligen Millionenbereich“.

Zehn Schulen umfasst zunächst die Agenda der IPM: Heinrich-Hertz-Berufskolleg (Erweiterungsbau), Dumont-Lindemann-Schule (Gesamtsanierung), Siemens-Realschule (Mensa), Förderschulen Lohbachweg (Sanierung Mensa/Aula), Grundschule Farnweg (Sanierung und Erweiterung), Wichernschule (Erweiterungsbau), Grundschule Kronprinzenstraße (Erweiterung im Dachgeschoss), Gesamtschule Lindenstraße (Umbau und Erweiterung an zwei Standorten), Gymnasium Gerresheim (Erweiterungsbau), Annette-Gymnasium (Erweiterungsbau).

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