Tag und Nacht arbeiten die Schüler der Modeschule in Wersten an ihren Kollektionen – bei der ersten großen Schau soll alles perfekt sein.

Dima Kazkaz (22) an ihrem Arbeitsplatz: Die cremefarbene Robe soll vor dem großen Auftritt noch mit Pailletten und Perlen bestickt werden.
Dima Kazkaz (22) an ihrem Arbeitsplatz: Die cremefarbene Robe soll vor dem großen Auftritt noch mit Pailletten und Perlen bestickt werden.

Dima Kazkaz (22) an ihrem Arbeitsplatz: Die cremefarbene Robe soll vor dem großen Auftritt noch mit Pailletten und Perlen bestickt werden.

Bernd Schaller

Dima Kazkaz (22) an ihrem Arbeitsplatz: Die cremefarbene Robe soll vor dem großen Auftritt noch mit Pailletten und Perlen bestickt werden.

Düsseldorf. Konzentriert arbeitet Dima Kazkaz (22) an einem Abendkleid aus cremefarbener Seide. Das Rattern der Nähmaschinen und das hektische Treiben um sie herum scheint die Düsseldorferin kaum wahrzunehmen. Zu groß ist die Anspannung bei der Modeschülerin, alle sieben Teile ihrer Kollektion rechtzeitig bis zur ersten großen Modenschau auf der Messe CPD fertig zu bekommen.

"Zurzeit arbeiten die Schüler Tag und Nacht an ihren Entwürfen. Manche sind fast fertig. Bei anderen wird es schon richtig eng", sagt Modedesignerin Birgit Wilde (40), die seit einem Jahr an der Privaten Modeschule in Wersten das Fach Entwurf unterrichtet. Für Birgit Wilde ist die Modenschau der Abschlussklassen eine Premiere. "Das ist alles sehr aufregend. Ich fiebere mit meinen Schülern."

Ein ganzes Jahr haben die 44Modeschüler an ihren Kollektionen gearbeitet - die Präsentation auf dem Laufsteg wird allerdings nur wenige Minuten dauern. Ein Aufwand,dersichlohnt.Denn für die angehenden Modedesigner ist die Schau eine große Chance. Schulleiterin Marlis Metzger (53): "Die CPD ist eine Fachmesse. Also ein idealer Ort, um Kontakte in der Branche zu knüpfen."

Der Höhepunkt der Show, ein Hochzeitskleid, ist noch geheim

Und so hofft auch Panya Nhouvannasak, der einzige männliche Teilnehmer der Schau, einen guten Eindruck beim Publikum zu hinterlassen. Sein bevorzugter Stil ist die Haut Couture (gehobene Schneiderei) und sein Idol John Galliano, der Stardesigner von Dior. "Ich arbeite viel mit asymmetrischen Schnitten und raffinierten Details. Es ist mein Traum, später einmal als Designer bei den großen Namen zu arbeiten", sagt der 26-Jährige aus Köln. Schließlich schafften es schon andere Absolventen der Schule zu bekannten Marken wie Vivienne Westwood oder Hugo Boss.

Und wie bei den ganz Großen der Branche hat auch so mancher Nachwuchsdesigner schon Starallüren: Das imposante Hochzeitskleid, das am Ende der Schau gezeigt werden soll, hält die Designerin noch geheim. Dilek Yay (24) verrät nur soviel: "Das Kleid ist mit über 2000 Goldstücken bestickt und hat eine fünf Meter lange Schleppe."

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