1000 Mädchen und Jungen gingen am Sonntag am Unteren Rheinwerft an den Start. Für die Besten gab es Pokale und Medaillen.

In Vierer-Gruppen gingen die Teilnehmer am Sonntag an den Start. Nicht nur Schnelligkeit war gefordert.
In Vierer-Gruppen gingen die Teilnehmer am Sonntag an den Start. Nicht nur Schnelligkeit war gefordert.

In Vierer-Gruppen gingen die Teilnehmer am Sonntag an den Start. Nicht nur Schnelligkeit war gefordert.

Judith Michaelis

In Vierer-Gruppen gingen die Teilnehmer am Sonntag an den Start. Nicht nur Schnelligkeit war gefordert.

Düsseldorf. Kaum ein anderes Symbol steht so typisch für Düsseldorf wie der Radschläger. Damit das auch so bleibt, traten am Sonntag wieder 1000 Mädchen und Jungen an, um an den Kasematten das perfekte Rad zu schlagen. Für die Sieger gab es Pokale und Medaillen.

Längst ist das keine rein Düsseldorfer Angelegenheit mehr. Schüler aus 15 verschiedenen Nationen im Alter von acht bis 13 Jahren meldeten sich für das Turnier an. Je nach Altersklasse mussten jeweils vier Schüler gleichzeitig das Rad über 15- oder 20-Meter lange Bahnen schlagen. Wer als Erster mit technisch einwandfrei geschlagenen Rädern am Ziel ankam, ging in die nächste Runde. Langsamere Kinder, die in ihrer Ausführung jedoch sehr gut waren, konnten sich anschließend für den Stil-Wettbewerb anmelden.

Lucia Krug ist zwölf Jahre alt und war eine der schnellsten Radschläger. „Ich habe mich über das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Benrath angemeldet. Meine Lehrerin sah mir in der Sportstunde zu, wie ich Rad schlagen kann, und hat mich dann gefragt, ob ich nicht auch bei dem Turnier mitmachen will.“

Auch kleine Kunstturner machten bei dem Turnier mit

Auch Nele Heuner, zehn Jahre, und Mira Dietz, acht Jahre, nahmen am Turnier teil. „Wir sind im Kunstturn-Leistungszentrum Düsseldorf. Radschlagen gehört dazu, aber geübt haben wir für das Turnier nicht.“ Beide Mädchen schlagen schon seit ca. vier Jahren mit voller Begeisterung Rad.

Veranstaltet wurde das Turnier wie immer von den Alde Düsseldorfern in Zusammenarbeit mit rund 30 ehrenamtlichen Helfern. Düsseldorfer Schulen und das Schulamt unterstützten sie dabei. Einer von den freiwilligen Helfern war Arnd Markus: „Ich habe früher auch selber geturnt. Heute bin ich Lehrer und Sportfachleiter im Düsseldorfer Seminar. Bereits seit elf Jahren organisiere ich freiwillig das Radschläger- Turnier mit. Es ist mir jedes Mal eine Freude mitanzusehen, wie gut unsere Jugend die alte Düsseldorfer Tradition noch beherrscht.“

Das erste Radschläger-Turnier fand bereits 1937 auf dem Carlsplatz statt. Es durften bis zum Jahre 1971 nur Jungen an dem Wettbewerb teilnehmen. Später verlegte man die Turniere auf die Königsallee. Seit 2006 finden die Turniere auf Anregung des ehemaligen Oberbürgermeisters Joachim Erwin am Unteren Rheinwerft statt, wo inzwischen sogar feste Laufbahnen installiert wurden.

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