Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten fielen in einem türkischen Restaurant Schüsse. Diesmal ging es wohl um Eifersucht.

Düsseldorf. Für die Polizei ist das türkische Lokal an der Graf-Adolf-Straße bisher nicht als Treffpunkt für problematisches Klientel bekannt. Doch innerhalb von zwei Monaten fielen dort zum zweiten Mal Schüsse. Am Montagabend wurde ein 30-jähriger Gast durch eine Kugel schwer verletzt. Am 16. November hatte ein 50-Jähriger, der zum Rocker-Milieu gehören soll, einen Mann angeschossen. Zwischen den beiden Fällen soll es nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft keinen Zusammenhang geben.

Gegen 21.30 Uhr braute sich zwischen mehreren Männern, die auf der Empore des Restaurants standen, etwas zusammen. Zunächst kam es zu einem lautstarken Wortgefecht, bei dem es offenbar um die Freundin des 30-Jährigen ging. Schon diese Auseinandersetzung wirkte auf viele Gäste so bedrohlich, dass sie das Lokal vorsichtshalber verließen.

Alle Beteiligten flüchteten, bevor die Polizei eintraf

Derweil eskalierte der Streit weiter. Nach den Erkenntnissen der Polizei fiel dabei mindestens ein Schuss. Danach flüchteten alle Beteiligten aus dem Restaurant, wobei mindestens noch zwei Mal geschossen worden sein soll. Als die Polizei eintraf, fand man zunächst weder Opfer noch Täter in dem Lokal vor. Es gab offenbar keinerlei Bedarf, mit den Beamten zu reden.

Im Zuge der Nahbereichsfahndung wurde allerdings der 30 Jahre alte Türke angetroffen, der eine Schussverletzung im Oberkörper hatte. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr besteht nicht. Wie Polizeisprecher Markus Niesczery erklärte, war das Opfer bei der Vernehmung wenig auskunftsfreudig. Es sei nicht auszuschließen, dass der Mann auch Täter sei.

Möglicherweise wurden bei der Schießerei auch noch andere Personen verletzt. Darauf deuten jedenfalls Spuren am Tatort hin. Nach den Männern wird gefahndet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

50-jähriger Verdächtiger ist immer noch auf der Flucht

Nach den bisherigen Erkenntnissen deutet nichts darauf hin, dass es einen Zusammenhang mit der Schießerei in dem Lokal vom 16. November vergangenen Jahres gibt. Da hatte es in dem Restaurant einen Streit zwischen einem 34 Jahre alten Gast und einem Mann gegeben, der aus dem Rocker- und Drogenmilieu kommt. Der 50-Jährige hatte plötzlich eine Waffe gezogen und seinem Kontrahenten zwei Mal in die Beine geschossen. Der Täter ist seitdem spurlos verschwunden.

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