39 Flüge wurden annulliert, 60 Unfälle und viele Staus.

Ein schneebedecktes Flugzeug wird am Montag auf dem Flughafen Düsseldorf mit Enteisungsflüssigkeit besprüht. Der Airport musste wegen des Schneefalls gesperrt werden.
Ein schneebedecktes Flugzeug wird am Montag auf dem Flughafen Düsseldorf mit Enteisungsflüssigkeit besprüht. Der Airport musste wegen des Schneefalls gesperrt werden.

Ein schneebedecktes Flugzeug wird am Montag auf dem Flughafen Düsseldorf mit Enteisungsflüssigkeit besprüht. Der Airport musste wegen des Schneefalls gesperrt werden.

dpa

Ein schneebedecktes Flugzeug wird am Montag auf dem Flughafen Düsseldorf mit Enteisungsflüssigkeit besprüht. Der Airport musste wegen des Schneefalls gesperrt werden.

Düsseldorf. Eine geschlossene Schneedecke von mehr als zehn Zentimetern - das gab es in Düsseldorf seit Jahren nicht mehr. Allerdings kamen mit den ersten Schneeflocken in der Nacht zu Montag auch die obligatorischen Nebenwirkungen.

Besonders schlimm hatte es den Flughafen getroffen. Obwohl 160 Mitarbeiter seit dem späten Sonntagabend im Dauereinsatz waren, wurde der Airport am Montagmorgen geschlossen.

Erst gegen neun Uhr konnten die ersten Flieger wieder abheben - allerdings mit deutlicher Verspätung. Starten mussten die Maschinen von der südlichen Start- und Landebahn, die als erste geräumt wurde. Mit Schwerlast-Lkw wurden die Schneemassen an den Rand des Flughafens transportiert.

Die Nordbahn ging erst gegen Mittag wieder in Betrieb. Insgesamt gab es 47 Flugausfälle, vier ankommende Flieger wurden nach Köln und Münster/Osnabrück umgeleitet.  Es gab zwei- bis dreistündige Verspätungen, Zum Nachmittag normalisierte sich die Lage.

Der Rettungsdienst rückte am Morgen mehrfach aus, weil Menschen auf glatten Straßen gestürzt waren, das Gerresheimer Krankenhaus bestätigt eine hohe Zahl von Verletzungen wie Knochenbrüchen durch Stürze

Im Dauereinsatz war auch die Polizei in Sachen Schnee. Während es in der Innenstadt nur zu Blechschäden kam, ging es au den Autobahnen rund um Düsseldorf nur im Schritt-Tempo voran.

Zwischen Mitternacht und 9 Uhr krachte es im Regierungsbezirk Düsseldorf 60 Mal. In 51 Fällen musste die Polizei Gefahrenstellen absichern. Da die Fahrzeuge nur langsam unterwegs waren, handelte es sich aber auch hier fast ausschließlich um Blechschäden.

Insgesamt haben sich die Autofahrer nach Angaben der Polizei sehr umsichtig verhalten. Die Awista hat die Hauptverkehrsstaßen in der Innenstadt inzwischen von Schnee befreit. Mehr als 180 Mann waren seit dem frühen Morgen im Einsatz. In der Nacht standen sie mit ihren 30 Fahrzeugen vor einer wahren Sisyphos-Arbeit:

Kaum hatten sie die Straßen geräumt, waren diese schon wieder weiß gepudert. Pech hatten auch manche Pendler, die vorsichtshalber vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen waren.

Bis Montagmittag waren alle Linien mit Verspätungen von bis zu einer Stunde unterwegs, so ein Sprecher. Probleme gab es für Straßenbahnen und Busse gleichermaßen vor allem an Steigungsstrecken. Außerdem kämpfte man mit vereisten Weichen. 

Bereits in der Nacht waren Bahnen ohne Passagiere unterwegs, um die Schienen vom Schnee freizuhalten. Ein Straßenbahnfahrer hatte die weiße Pracht so lange vor sich hergeschoben, bis er weder vor noch zurück kam.

Mit Anlauf habe er sich den Weg dann doch bahnen können, hieß es weiter. Für die kommenden, frostigen Tage wollte der Sprecher keine Prognose geben.

Eine Straßenbahn der Linie 709 ist zudem am frühen Morgen entgleist. Dies soll nach Angaben der Rheinbahn aber nichts mit dem Schneefall zu tun haben. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

In der Nacht erwartet der Deutsche Wetterdienst für Düsseldorf Temperaturen von -10 bis -15 Grad. Der Schneematsch könnte dann überfrieren.

Die Awista bemüht sich, bis zum Abend alle Straßen komplett geräumt zu haben. ost/juki/dpa

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