Rauschende Silvester-Party endete mit Finanz-Fiasko. Falschen Namen angegeben.

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Ein 28-jähriger Gastronom musste sich vor Gericht wegen Betruges verantworten.

Ein 28-jähriger Gastronom musste sich vor Gericht wegen Betruges verantworten.

Walter Schuhen, Pressesprecher des China-Centers: „Das war eine sehr schöne Party.“

Bischof, Andreas (abi), Bild 1 von 2

Ein 28-jähriger Gastronom musste sich vor Gericht wegen Betruges verantworten.

Düsseldorf. Für rauschende Partys ist das China-Center an der Königsallee nicht gerade bekannt. Das überließ man zur Silvester-Gala 2013 einem russischen Veranstalter, der mit der Showband Prestige und einer Samba-Show ein großartiges Fest auf die Beine stellte. Doch danach sank die Stimmung auf den Nullpunkt. Denn eine Rechnung von über 12.000 Euro für Speisen und Getränke wurde nicht bezahlt.

Als das China-Center die schriftliche Mahnung schickte, kam heraus: Der Veranstalter hatte einen falschen Namen angegeben. Schließlich konnte ein 28-jähriger Gastronom ermittelt werden, der sich jetzt wegen Betruges vor Gericht verantworten musste.

Angeblich wurde nur eine Visitenkarte verwechselt

Der räumte die Tat grundsätzlich ein, bestritt aber, bewusst einen falschen Namen angegeben zu haben. Vielmehr sei nur eine Visitenkarte verwechselt worden. Der 28-Jährige, der zu dem Zeitpunkt noch eine Diskothek besaß, hatte sich mit der russischen Silvester-Gala finanziell übernommen. Allerdings kündigte der Angeklagte an, dass er den Schaden ersetzen will.

Wie Walter Schuhen, Pressesprecher des China-Centers, erklärte, habe man keinen Verdacht geschöpft: „Schon ein Jahr zuvor hatten die Russen die Silvester-Party bei uns organisiert. Da gab es keinerlei Probleme.“ Darum sei auch gar nicht aufgefallen, dass der Veranstalter unter falschem Namen auftrat. Auch bei zweiten Mal war Schuhen selbst dabei: „Das war eine sehr schöne Party.“

Vor dem Amtsgericht kam der Gastronom glimpflich davon. Er wurde wegen Betruges zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.

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