Heinz Nieder führte die Justiz noch einmal vor.

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Durch Zufall ging Heinz Nieder der Polizei ins Netz.

Durch Zufall ging Heinz Nieder der Polizei ins Netz.

Bernd Schaller

Durch Zufall ging Heinz Nieder der Polizei ins Netz.

Düsseldorf. Sechs Menschen kamen 1997 bei der Explosion eines Mietshauses an der Krahestraße ums Leben. Erst in diesem Jahr zogen die Gerichte endgültig einen Schlussstrich.

Nach einem langen Prozess-Marathon hatte im Februar der Bundesgerichtshof das letzte Wort: Lebenslang wegen sechsfachen Mordes lautete das Urteil für den ehemaligen Hausbesitzer Heinz Nieder.

Was folgte, war eine weitere Justiz-Bosse. Per Brief forderte die Staatsanwaltschaft den 49-Jährigen auf, seine Haftstrafe anzutreten. Doch das Schreiben ging an eine Adresse, wo Nieder schon seit drei Jahren nicht mehr wohnte.

Der Mörder war in der Zwischenzeit längst abgetaucht und hatte sich einer Fliesenleger-Kolonne angeschlossen. Im April ging er der Polizei durch Zufall ins Netz. Ein Hotelier im hessischen Stadtallendorf hatte eine "hilflose Person" gemeldet - es handelte sich um Heinz Nieder.

Im November trafen sich die Prozess-Beteiligten noch einmal vor Gericht wieder. Diesmal war eine frühere Bekannte Nieders angeklagt, die während der Strafprozesse einen Meineid geleistet haben sollte. Das Verfahren endete mit einem Freispruch für die 42-Jährige aus Mangel an Beweisen. Hoffentlich das letzte Kapitel um die Krahestraße.

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