Betrug Formel 1-Sponsoring für den Rennstall Brawn GP war nur eine Luftnummer.

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Kai von Bargen hatte beim Staatsanwalt Selbstanzeige erstattet.

Kai von Bargen hatte beim Staatsanwalt Selbstanzeige erstattet.

Kai von Bargen hatte beim Staatsanwalt Selbstanzeige erstattet.

Düsseldorf. Zwei Weltkonzerne, ein Formel 1-Rennstall und 90 Millionen Euro - Zutaten eines Wirtschafts-Krimis, den man sich spannender nicht hätte ausdenken können.

Mittendrin: Kai von Bargen, ehemaliger Chefredakteur eines lokalen Radiosenders und zuletzt bei Henkel für das Sponsoring zuständig. Mit seinem Kumpel Willy L., einem vorbestraften Hochstapler, sorgte der 43-Jährige gleich doppelt für Schlagzeilen.

Zunächst kam heraus, dass die beiden fingierte Forderungen des Henkel-Konzerns an einen Hamburger Finanz-Dienstleister verkauft haben sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft von Bargen unter anderem vor, dazu auch die Unterschrift des Henkel-Chefs Kasper Rorsted gefälscht zu haben, um sich eine Art Universal-Vollmacht auszustellen.

Dass die beiden noch einen größeren Coup landen wollten, wurde erst Wochen später bekannt. Einen Sponsoring-Vertrag über 90 Millionen Euro hatte das Duo mit dem Formel 1-Rennstall Brawn GP abgeschlossen, der inzwischen zu Mercedes gehört. Auch dafür sollte Henkel gerade stehen, ohne dass die Konzernspitze davon wusste. Das führte sogar zu erheblichen Verstimmungen zwischen den beiden Großunternehmen. Die sind aber inzwischen beigelegt.

Kai von Bargen befindet sich ebenso wie der angeblich schwer erkrankte Willy L. auf freiem Fuß, weil keine Fluchtgefahr bestehe. Ein Teil des Schadens wurde inzwischen ersetzt.

© WhatsBroadcast

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