Weitere Zeugen entlasten Bert Wollersheim.

syb justiz justizia
Symbolfoto

Symbolfoto

Andreas Bischof

Symbolfoto

Düsseldorf. Nach Bert Wollersheim ist am Dienstag auch der mutmaßliche Drahtzieher im Rotlicht-Skandal aus der Untersuchungshaft entlassen worden. In den Bordellen von Thomas M. sollen Freier reihenweise mit K.o.-Tropfen betäubt und ausgeplündert worden sein. Von den elf festgenommenen Personen sitzt damit nur noch einer in Haft.

Das Gericht begründet die Freilassung damit, dass zwar der dringende Verdacht besteht, dass in den Bordellen Straftaten begangen wurden. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um nicht abgesprochene, zufällig ähnliche Taten handelt.

Die Staatsanwaltschaft hat Beschwerde eingelegt

Gegen die Aufhebung der Haftbefehle gegen Thomas M., Oguz G. und Inka S. hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag gleich Beschwerde eingelegt. Es gebe Gründe, die für eine systematische Tatbegehung mit „Anordnung von oben“ sprechen.

Über die Beschwerde entscheidet das Oberlandesgericht. Gegen die Aufhebung des Haftbefehls von Bert Wollersheim wird allerdings keine Beschwerde eingelegt. Den Rotlicht-König sehen die Ermittler mittlerweile aufgrund neuer Zeugenaussagen zumindest teilweise entlastet.

Benedikt Pauka, der Anwalt von Thomas M., sieht sich bestätigt: „Die Staatsanwaltschaft ist den polizeilichen Interessen unkritisch nachgerannt und hat dafür die Quittung bekommen. Wer die Backen dick macht, kann nicht pfeiffen“, sagte er am Dienstag.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer