Der ehemalige Sänger der Pop-Band „a-ha“ aus Norwegen begeisterte mit seinem Solo-Projekt.

Musik
Mit aufgeknöpftem Hemd präsentiert sich Morten Harket bei seinen Live-Auftritten.

Mit aufgeknöpftem Hemd präsentiert sich Morten Harket bei seinen Live-Auftritten.

dpa

Mit aufgeknöpftem Hemd präsentiert sich Morten Harket bei seinen Live-Auftritten.

Düsseldorf. Aufgeknöpftes Hemd, hauteng anliegende Jeans und Sonnenbrille, so lässig tritt Morten Harket auf die Bühne der Halle an der Siegburger Straße. Knapp 2000 Zuschauer drängen nach vorn an den Bühnenrand, jubeln und applaudieren. Bunte Lichter erfüllen den Konzertsaal, Nebel steigt auf.

Zu Beginn des Konzerts fliegen rote Rosen auf die Bühne. Es hält niemanden mehr auf den Sitzen. Die Euphorie seiner weiblichen Fans scheint grenzenlos. In den vordersten Reihen recken sich ausgestreckte Arme in Richtung des Musikers und alles scheint wie beim Auftritt eines Teenie-Idols.

Auch mit 52 Jahren hat der ehemalige Frontmann der norwegischen Pop-Band „a-ha“ nichts an Wirkung auf seine weiblichen Anhänger verloren. „Ich bin wegen dieses außergewöhnlich schönen Mannes hier“, gibt Sonja Reidegeld aus Dortmund zu. „Die Optik zählt, die Akustik ist egal,“ sagt ihre Freundin Nadja Juditzki aus Essen. Sie besuchen seit mehr als zwei Jahrzehnten die Konzerte des Sängers. Jeden Song können die beiden mitsingen, wie auch die anderen Fans. Einige tragen Fan-T-Shirts von Harket oder seiner früheren Band a-ha.

Das Publikum singt die alten „a-ha-Hits“ im Chor mit

Das Konzert eröffnet Harket mit dem Lied „Burn Money Burn“ und das Publikum steigt sofort begeistert in den Gesang ein. Bei dem Song „I am the One“ wiegt sich das Publikum im Rhythmus der markanten Stimme des Norwegers. Mit den zwei Hits „When I reach the Moon“ und „Los Angeles“ bringt er das Düsseldorfer Publikum immer wieder zum Mitsingen und Klatschen.

Der Sänger kann auf eine bewegte Karriere zurückblicken, ist aber weiterhin produktiv. Er veröffentlichte in diesem Jahr sein fünftes Soloalbum „Out of My Hands“, eine poppige Platte. Es sind wenig Unterschiede zwischen den neuen Songs und den alten „a-ha“-Hymnen zu erkennen.

Der Sänger wurde 1959 in Kongsberg (Norwegen) geboren. Mit seiner Band a-ha hat er 80 Millionen Platten verkauft. Die Gruppe hat sich im Dezember 2010 nach fast 30 Jahren allerdings aufgelöst.

1995 begann Harket auch mit Solo-Projekten. „Out of my Hands“ ist bereits sein fünftes Album.

Neu erfunden hat er sich nicht. Trotzdem stürmt der Pop-Trendsetter mit seinem altbekannten Stil auf Platz 3 der Charts. Es scheint als habe es der Sänger – dem Titel seines bekanntesten Songs „Take on Me“ entsprechend – auf sich genommen, die Fahne seiner alten Band „a-ha“ hochzuhalten.

Der Auftritt des Norwegers wirkt wie eine Reise durch sein Musikerleben. Harket spielt alte „a-ha-Hits“ und neue Songs von seinen Soloalben. Er scheint in den letzten 20 Jahren kaum gealtert zu sein. Harket erinnert mit seinem Aussehen, dem unvergleichlichen Klang seiner Musik und der bunten Bühnenshow an die Zeit der 1980er und 1990er Jahre, in denen er sehr erfolgreich war. Die diesjährige Tournee ist seine Erste nach der Trennung der Band 2010, die sich nach 25 Jahren auflöste.

Nach rund 90 Minuten verlässt der Mann mit der Sonnenbrille die Bühne, um sofort wieder hinter dem Vorhang hervor zu stürmen. Bei tosendem Applaus gibt er seinen bekanntesten Song zum Besten: „Take on Me“. Das Publikum ist außer Rand und Band. Tränen fließen. Die Fans liegen sich in den Armen.

„Ich habe mich 1985 mit zwölf Jahren mit dem a-ha-Fieber infiziert“, sagt Simone Stark. Damals lief der letzte Song des Abends im Radio. „Es ist immer wieder ein schönes Gefühl Take on Me zu hören“, schwelgt sie in Erinnerung. Die 42-Jährige ist extra für Harket mit Mann und Tochter aus Braunschweig angereist.

© WhatsBroadcast

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer