Von der Groko bis zum Brexit: Mottowagen sorgen für Diskussionen.

Von der Groko bis zum Brexit: Mottowagen sorgen für Diskussionen.
Der Brexit als Missgeburt von Premierministerin Theresa May – einer der bissigen Mottowagen von Jacques Tilly.

Der Brexit als Missgeburt von Premierministerin Theresa May – einer der bissigen Mottowagen von Jacques Tilly.

dpa

Der Brexit als Missgeburt von Premierministerin Theresa May – einer der bissigen Mottowagen von Jacques Tilly.

Düsseldorf. Senf gehört traditionell zu Düsseldorfs beliebtesten Export-Artikeln. Wie scharf der sein darf, ist Geschmackssache. Das gilt ebenso für die politischen Mottowagen, die von Künstler Jacques Tilly entworfen und bis zur letzten Sekunde unter Verschluss gehalten werden. Die waren auch diesmal wieder bissig, allerdings fehlten die großen Überraschungen.

Was den Düsseldorfer Zoch von der Konkurrenz unterscheidet, wurde besonders am Brexit-Wagen deutlich. Premierministerin Theresa May betrachtet ihre Missgeburt und jeder weiß sofort, um wen es sich da handelt. Bei den Kölner Wagenbauern empfiehlt es sich mitunter, die Namen auch bei bekannten Figuren dazuzuschreiben, damit alle Narren verstehen, wer gemeint ist.

Natürlich war die Groko das beherrschende Thema für die Wagenbauer. Martin Schulz, der sich unter dem Motto „Selber Schulz!“ höchstpersönlich durch den Fleischwolf dreht, und die Götterdämmerung bei den Sozialdemokraten, personifiziert durch die designierte Vorsitzende Andrea Nahles. „Das Ende ist NAHles“.

„Ja, sehr bissig. So sind wir Düsseldorfer. Gut so, das ist Narrenfreiheit“, nahm es der Düsseldorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus gelassen, der selbst auf dem Wagen des Närrisch Welthus mitfuhr: „Selber Schulz. Wer sonst? Und feige Demokraten habe ich auch gesehen.“ Ob es Jacques Tilly auch weltweit wieder auf die Titelseiten der Zeitungen schaffen wird, bleibt abzuwarten. Spontane Proteste, wie im vergangenen Jahr vom türkischen Generalkonsulat wegen des provozierenden Erdogan-Wagens, blieben diesmal aus. Das sich wiederholende Motiv eines kopulierenden Bären („Russland-Affäre“) mit Donald Trump dürfte das PR-Team des US-amerikanischen Präsidenten nur mäßig aufregen.

© WhatsBroadcast

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