Grund sind die fehlenden Zahngoldspenden.

Grund sind die fehlenden Zahngoldspenden.
2014 feierte die AOK-Tribüne ihre Premiere. Die Begeisterung war damals bei allen Beteiligten riesig. Archiv

2014 feierte die AOK-Tribüne ihre Premiere. Die Begeisterung war damals bei allen Beteiligten riesig. Archiv

Sergej Lepke

2014 feierte die AOK-Tribüne ihre Premiere. Die Begeisterung war damals bei allen Beteiligten riesig. Archiv

Düsseldorf. Seit 2014 baut die AOK für den Rosenmontagszug am Graf-Adolf-Platz eine Tribüne für Rollstuhlfahrer, sehbehinderte Menschen und Familien mit schwerkranken Kindern. 170 Zuschauer haben dort Platz. Doch in diesem Jahr müssen diese Menschen auf den sicheren Zufluchtsort verzichten. Bisher wurde die Tribüne aus Zahngoldspenden von Versicherten der AOK finanziert (Preis rund 13 000 Euro). „Leider haben wir nicht genug zusammen bekommen und von den Beiträgen der Versicherten können wir kein Geld dafür abstellen“, meint Tim Heinze von der Regionaldirektion Düsseldorf.

Ein Schlag ins Gesicht der vielen Bedürftigen, die sich so sehr auf den Rosenmontagszug freuen. Das Comitee Carneval sieht sich auch nicht in der Lage, helfend einzuspringen. Stefan Engstfeld, Grünen-Politiker, Mitglied des Landtages und bei „Gemeinsam Jeck“, einem Behindertenkarnevalsverein, ist enttäuscht: „Ein Totalschaden für den Karneval. Wenn wir an dieser Tribüne vorbeigezogen sind, war es immer eine wahre Freude, das Lachen in den Gesichtern der Menschen zu sehen.“ Außerdem startet Engstfeld einen Aufruf: „Wir sollten gemeinsam sammeln, um das restliche Geld noch zusammen zu bekommen, damit diese Tribüne gebaut werden kann.“ Tim Heinze konnte gestern Nachmittag nicht sagen, wie viel Geld denn genau gefehlt hat.

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