Mit mehreren hundert Beamten wurden Ausschreitungen verhindert.

Die Altstadt wurde von den Beamten am vergangenen Wochenende komplett abgeriegelt. Ohne Kontrolle kam niemand auf die Bolkerstraße.
Die Altstadt wurde von den Beamten am vergangenen Wochenende komplett abgeriegelt. Ohne Kontrolle kam niemand auf die Bolkerstraße.

Die Altstadt wurde von den Beamten am vergangenen Wochenende komplett abgeriegelt. Ohne Kontrolle kam niemand auf die Bolkerstraße.

Eine ganze Armada von Einsatzwagen wurde von Polizisten den auf dem Burgplatz abgestellt.

Patrick Schüller, Bild 1 von 2

Die Altstadt wurde von den Beamten am vergangenen Wochenende komplett abgeriegelt. Ohne Kontrolle kam niemand auf die Bolkerstraße.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Altstadt gilt unter Rockern als Territorium der Hells Angels. Bislang wurde das von konkurrierenden Gruppen wie den Bandidos auch weitgehend respektiert. Doch am Wochenende herrschte bei der Polizei höchste Alarm-Stufe. Denn nachdem Silvester zwei mutmaßliche Mitglieder der Hells Angels mit Messerstichen schwer verletzt wurden, befürchtete man, dass der Konflikt auf die längste Theke übergreifen könnte.

Mehrere hundert Beamte riegelten die Altstadt komplett ab, um Ausschreitungen zu verhindern. Die Polizei hatte einen Tipp bekommen, dass mehrere Gruppen von Rockern auf dem Weg in die Altstadt waren. Die hatten zunächst einen „Kranken-Besuch“ bei ihren Freunden in Oberhausen gemacht und wollten dann in Düsseldorf feiern. Es wurde befürchtet, dass es dabei zu Auseinandersetzungen, möglicherweise auch mit rivalisierenden Gruppen, kommen könnte.

Am Ende wurden nur vier Strafanzeigen geschrieben

Was sich am Freitag und Samstag abspielte, war ein Szenario, wie man es sonst nur von Hoch-Risikospielen beim Fußball kennt. Rund um die Altstadt wurde eine ganze Armada von Einsatzwagen, darunter auch Kräfte aus Essen, Krefeld, Viersen, Kleve und Euskirchen, abgestellt. An zentralen Punkten wie dem Bolker Stern wurden Kontrollstellen errichtet. Auch im Umfeld, am Grabbeplatz oder an der Mühlenstraße, überprüfte die Polizei verdächtige Personen.

„Es herrschte eine sehr aggressive Stimmung“, erklärte Polizeisprecher Markus Niesczery. Allerdings kamen nur Rocker-Gruppen wie die Outlaws in die Altstadt, die mit dem Hells Angels sympathisieren. Darum blieb es weitgehend friedlich. Niesczery: „Am ersten Tag haben wir etwa 40 Personen überprüft, am zweiten waren es 54.“ Vier Strafanzeigen wurden erstattet, weil die Rocker unter anderem Messer und einen Schlagstock bei sich hatten.

Auslöser war ein Vorfall, der sich Silvester in Oberhausen abgespielt hatte. Zwei 34 und 38 Jahre Hells Angels, von denen einer zur Führungsebene gehören soll, waren überfallen worden und mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Danach hatten sich befreundete Rocker zum „Kranken–Besuch“ mit anschließendem Abstecher in die Altstadt angemeldet. In einigen Nachbarstädtchen wie in Duisburg, kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. In Düsseldorf blieb es bisher ruhig.

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