Düsseldorf. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof waren die Auswirkungen des Rheinbahn-Streiks am Donnerstagmorgen besonders zu spüren. Vor dem Taxistand auf dem Konrad-Adenauer-Platz bildete sich eine rund 100 Meter lange Schlange. Besonders Pendler und Zugreisende von außerhalb, die über den Streik nicht informiert waren, standen im morgendlichen Regen. Bis zu einer Stunde warteten die Menschen auf ein Taxi. An den Bahnsteigen der Straßenbahn warteten zahlreiche Servicekräfte der Rheinbahn, um den Kunden Abfahrtszeiten der sporadisch fahrenden Buslinien zu nennen. Andere ließen sich von den Helfern den Weg zu Fuß in die Innenstadt weisen.

Derweil ist die Gewerkschafts-Kundgebung auf dem Marktplatz vor dem Düsseldorfer Rathaus beendet. Laut Verdi-Geschäftsführer Gustav Wilden haben 3500 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes daran teilgenommen. Sie suchen jetzt die Streikerfassung auf und kehren - falls sie nicht weiterstreiken - an ihre Arbeitsplätze zurück. Laut Wilden war der Warnstreik ein Erfolg - mit den entsprechenden Auswirkungen beispielsweise am Flughafen. Statt acht Verspätungen, wie vom Flughafen berichtet, hätten seine Kollegen 25 Verzögerungen bei den startenden Maschinen ausgemacht.

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