Elektronische Einstiegskontrolle ab Montag offiziell in Betrieb.

Rheinbahn
So werden die Abo-Tickets in Bussen gescannt.

So werden die Abo-Tickets in Bussen gescannt.

Bernd Schaller

So werden die Abo-Tickets in Bussen gescannt.

Düsseldorf. Die Testphase ist beendet. Ab Montag ist die neue elektronische Einstiegskontrolle in den Buslinien der Rheinbahn offiziell in Betrieb. Wie die WZ berichtete, werden Abo-, Handy-, Semester- oder Online-Tickets nun nicht mehr vom Fahrer kontrolliert. Stattdessen halten die Fahrgäste ihre Chipkarten über das am Fahrersitz installierte Lesegerät, Fahrscheine mit Barcode darunter. Die Maschine zeigt dann an, ob das Ticket gültig ist.

„Wir haben eine Schwarzfahrerquote von 2,5 Prozent“, sagt Bernhard Herrmann, Bereichsleiter für Marketing und Vertrieb. Rund 4 Millionen Euro würden der Rheinbahn dadurch jährlich durch die Lappen gehen. „Für die Fahrer war es vorher unmöglich, mit bloßem Auge zu erkennen, ob die Plastikkarten, die unsere Abonnenten besitzen, überhaupt gültig sind“, sagt Projektleiter Walter Hamacher.

Die vierwöchige Testphase in ausgewählten Linien habe gezeigt, dass Tickets häufig über ihren Gültigkeitsbereich hinaus genutzt werden. „Gestern Morgen wollte jemand um 5.01 Uhr mit einem 9 Uhr-Ticket fahren“, sagt Hermann. „Das geht ab sofort nicht mehr.“ Das Lesegerät gibt in solchen Fällen rotes Licht – der Kunde muss ein gültiges Ticket kaufen, oder aussteigen.

Um den Fahrgästen die Umstellung zu erleichtern, setzt die Rheinbahn in den ersten Tagen Begleitpersonal ein. „In Wuppertal und Mönchengladbach haben sich die Kunden in nur wenigen Tagen an die neue Kontrolle gewöhnt“, sagt Hermann. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste könnten weiterhin an der mittleren Tür einsteigen. In der Hauptverkehrszeit dürfe der Fahrer diese bei Bedarf für alle freigeben.

Rund 250 der 490 Rheinbahnbusse wurden bereits umgerüstet. Bis Mitte Februar sollen die neuen Lesegeräte in allen Fahrzeugen installiert sein.

Das Kontrollsystem kostet rund 2,5 Millionen Euro. Laut Rheinbahn würden die zukünftigen Mehreinnahmen aus Ticket-Verkäufen die Neuerung finanzieren. Fahrpreiserhöhungen seien nicht geplant.

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