Trotz vieler Punkte und toller Moral steht beim neuen Handball-Zweitligisten weiterhin der Klassenerhalt im Vordergrund.

Reisholz
Heider Thomas (l.) hatte gegen Lübeck einen schweren Stand, insgesamt verlief das erste halbe Jahr in der 2. Liga aber positiv für die Vikings.

Heider Thomas (l.) hatte gegen Lübeck einen schweren Stand, insgesamt verlief das erste halbe Jahr in der 2. Liga aber positiv für die Vikings.

Mullers

Heider Thomas (l.) hatte gegen Lübeck einen schweren Stand, insgesamt verlief das erste halbe Jahr in der 2. Liga aber positiv für die Vikings.

Für René Witte schloss sich am zweiten Weihnachtsfeiertag nach dem Spiel gegen die SG BBM Bietigheim (26:29) der Kreis seit der Zugehörigkeit zur 2. Handball-Bundesliga. „Im Hinspiel haben wir in Bietigheim noch Lehrgeld bezahlt und mit 20:30 verloren“, sagte der Geschäftsführer der Rhein Vikings. „Das war damals unser Start. Wir haben gegen diesen Gegner zwar jetzt wieder verloren, aber deutlich gesehen, dass wir uns über die gesamte Hinrunde gesteigert haben.“ Das sieht auch der Trainer so: „Wir haben uns wohl mehr entwickelt als so manche Mannschaft, die weiter über uns steht“, sagte Ceven Klatt, dessen Team mit acht Siegen nach 20 Spielen auf Platz zwölf steht. Zwar gingen jetzt alle auf dem Zahnfleisch, hätten sich den Urlaub angesichts des Polsters von fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aber redlich verdient. „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat Charakter gezeigt“, sagte Klatt.

Entschieden sei aber noch lange nichts, warnte Witte. Selbst wenn alle Verletzten wieder fit sind und der Rest ausgeruht ist: „Alles andere als der Klassenerhalt zählt für uns nicht“, sagte der Geschäftsführer. „Nur darauf gilt es, sich jetzt vorzubereiten.“ Wenn das Team weiter so lerne, sei er optimistisch, dass die gesteckten Ziele erreicht werden.

Auf die Frage, wo die Vikings am Ende der Saisons stehen werden, antwortete Hartmut Mayerhoffer, der erfahrene Trainer der Bietigheimer. Er gehe davon aus, dass die Mannschaft aus Neuss und Düsseldorf einen guten Mittelfeld-Platz einnehmen werde. „Es ist schwer für einen Aufsteiger, sich zu akklimatisieren, und wenn man bedenkt, dass zuletzt wichtige Spieler verletzt fehlten, sollte die positive Entwicklung fortgesetzt werden können, vor allem, weil in Düsseldorf richtig gute Arbeit geleistet wird.“

Die kompromisslose Abwehr ist das Prunkstück der Vikings

Gerade gegen den VfL Lübeck-Schwartau (16:20) und nun Bietigheim wurde deutlich, wo die Schwächen der Vikings noch liegen. Es muss alles stimmen, und ein Gegner aus den Top-Drei der 2. Liga darf keinen guten Tag haben. „Die Topmannschaften bestrafen jeden kleinen Fehler“, sagte Felix Handschke, der gegen Bietigheim zu den besten Spielern gezählt hatte. „Wir können mit dem Jahr zufrieden sein, auch wenn noch ein, zwei Punkte mehr drin gewesen wären.“

Während die Schwächen im Angriffsspiel – ohne richtige Torjäger aus der zweiten Reihe – durch die Rückkehr von Alex Oelze und Daniel Pankofer künftig ausgeglichen werden könnten, muss die kompromisslose Abwehrarbeit, die in der zweiten Hinrunden-Hälfte durch überraschende Punktgewinne belohnt wurde, im Mittelpunkt stehen. „Eine stabile Abwehr ist für unser Spiel der Schlüssel und wird es auch bleiben“, sagte Trainer Klatt, dessen Hoffnung auf einen Mittelfeldplatz kein Traum bleiben sollte.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer