Hofläden profitieren vom aktuellen Dioxin-Skandal.

Margarethe Roßkothen vom Gerresheimer Trotzhof zeigt die frischen Eier, die die eigenen Hühner gelegt haben.
Margarethe Roßkothen vom Gerresheimer Trotzhof zeigt die frischen Eier, die die eigenen Hühner gelegt haben.

Margarethe Roßkothen vom Gerresheimer Trotzhof zeigt die frischen Eier, die die eigenen Hühner gelegt haben.

Judith Michaelis

Margarethe Roßkothen vom Gerresheimer Trotzhof zeigt die frischen Eier, die die eigenen Hühner gelegt haben.

Düsseldorf. Das Telefon im Hofladen von Margarethe Roßkothen steht seit Wochen nicht mehr still: „Die Leute rufen an und wollen wissen, womit wir unsere Hühner füttern“, sagt sie. Und sie kann ihre potenziellen Neukunden beruhigen: „Im Laden liegt ein Unbedenklichkeits-Zertifikat aus.“ Noch kommen ihre 2800 Hühner mit dem Eierlegen hinterher. Doch das könnte sich ändern.

Der aktuelle Dioxin-Skandal bestärkt den Trend, dass sich immer mehr Menschen auf die Ernährung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln rückbesinnen. Ingeborg Cordes, Geschäftsführerin, des Apfelparadieses in Wittlaer sagt: „Die Nachfrage nach regionalen Produkten steigt. Bei Bio-Fleisch haben wir unseren Umsatz verdoppelt und wir verkaufen 20 bis 30 Prozent mehr Eier.“ Im Apfelparadies an der Duisburger Landstraße in Wittlaer gibt es neben Obst und Gemüse aus eigenem Anbau auch Produkte von Bauern aus der Region. „Wir können genau sagen, wo welches Produkt herkommt und wie es erzeugt wurde“, sagt Cordes.

Auch wenn nicht alles Bio ist: Regionale Ware schont die Umwelt

Einen Kundenzuwachs verzeichnet auch Stefan Schulzhagen, Inhaber des Schloßhof Eller, der die Eier seiner Hühner im Hofladen verkauft, aber auch an Düsseldorfer Supermärkte liefert. Schulzhagen glaubt jedoch nicht daran, dass es in Zukunft eine große Mehrheit geben wird, die ihre Lebensmittel regional direkt beim Erzeuger einkauft: „In drei Wochen wird der Dioxin-Skandal wieder abgeebbt sein. Und dann ist alles wieder wie vorher.“

Die Bauernläden in Düsseldorf bieten regionale und saisonale Köstlichkeiten. Und auch wenn das meiste aus konventionellem Anbau kommt: Schließlich kommt ein Ziegenkäse aus Grefrath mit weniger CO2-Emissionen ins Regal als aus Griechenland. Wer auf Bio-zertifizierte Lebensmittel besteht, ist im Hofladen Südpark der Werkstatt für angepasste Arbeit (WFAA) richtig. „Unsere Bio-Eier sind derzeit regelmäßig vergriffen“, sagt Matthias Klein von derWFAA.

» Würden Sie mehr Geld ausgeben, um regionale Produkte zu kaufen?

Rotthäuserweg 104, Mo. bis Fr. 8 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Mi. und Sa. 8 bis 13 Uhr geöffnet. www.trotzhof.de

 In den Großen Banden 58, Dienstag bis Samstag 10 bis 18 Uhr.
www.wfaa.de

Ratinger Weg 16, Mo.-Fr. 9 bis 18.30 Uhr, Sa. 9 bis 16 Uhr und So. 10 bis 15 Uhr.
www.bauerngarten-
benninghoven.de

 

Eller, Heidelbergerstraße 30.

Landstraße 333a, wochentags 10 bis 19 Uhr, Sa. 10 bis 14 Uhr.
www.apfelparadies.de

www.wz-duesseldorf.de

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