Die erste Demo des Jahres auf dem Burgplatz ist für Ende Februar geplant – mit neuen Leuten und Ideen.

Die erste Demo des Jahres auf dem Burgplatz ist für Ende Februar geplant – mit neuen Leuten und Ideen.
Mehr als 2000 Leute kamen im vergangenen Jahr zu den Europademos auf den Burgplatz. Archiv

Mehr als 2000 Leute kamen im vergangenen Jahr zu den Europademos auf den Burgplatz. Archiv

Melanie Zanin

Mehr als 2000 Leute kamen im vergangenen Jahr zu den Europademos auf den Burgplatz. Archiv

Düsseldorf. Es ist ruhig geworden um die Pulse of Europe-Bewegung, die im vergangenen Jahr zeitweise mehr als 2000 Europabefürworter Woche für Woche auf den Burgplatz zog. Eingeschlafen ist das Ganze aber keinesfalls, sagt Bernd Fröhlich, der die Düsseldorfer Ausgabe der europaweiten Initiative im Frühjahr 2017 ins Leben rief. Vielmehr im Winterschlaf, der aber nun beendet werden soll. Am Sonntag, 25. Februar, von 14 bis 15 Uhr wird es die erste Europa-Demo des Jahres auf dem Burgplatz geben.

Nach zuletzt etwas sinkenden Teilnehmerzahlen und dem Wechsel vom wöchentlichen auf einen monatlichen Rhythmus möchten die Initiatoren ein wenig frischen Wind in die Veranstaltung bringen. „Angedacht ist etwa eine Speakers’ Corner, ähnlich wie die im Londoner Hyde Park“, kündigt Fröhlich an. Reden verschiedener Sprecher zu wechselnden Themen sowie auch Musik sollen weiterhin Bestandteil der Demonstrationen sein.

Frischen Wind soll es auch personell geben, am 25. Februar wird erstmals nicht mehr Bernd Fröhlich, sondern Anselm Klatt die Demo moderieren. Er sei beruflich und familiär so sehr eingespannt, dass er es einfach nicht mehr schaffe, sich regelmäßig um die Organisation und Gestaltung der Pulse of Europe-Veranstaltungen zu kümmern, sagt der 49-jährige Fröhlich. „Einigen anderen aus dem harten Kern der Organisatorengruppe geht es genauso. Wir möchten uns ein wenig zurückziehen und die Federführung auf lange Sicht in andere Hände geben.“ Es hätten sich mit Anselm Klatt und anderen Engagierten bereits ein paar neue Mitstreiter gefunden. „Wir können aber sehr gut noch weitere Ehrenamtliche gebrauchen, um das Ganze aufrechtzuerhalten.“

Schon während des Winters haben die Initiatoren angefangen, die Bewegung auszubauen und luden bislang dreimal zum „Politischen Mittwoch“ ein. In der Gaststätte Hirschchen gab es Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen. „Wir wollten den proeuropäischen Gedanken hinter Pulse of Europe mit konkreten politischen Inhalten füllen“, erklärt Bernd Fröhlich. Zwischen 30 und 50 Leute kamen bislang zu den Runden. „Wir hatten uns vielleicht mehr erhofft, aber die, die da waren, waren sehr interessiert und die Diskussionen daher sehr lebhaft.“ Den Politischen Mittwoch möchten die Organisatoren daher erhalten.

Parlamentswahlen in Italien stehen im Fokus

Ebenfalls wiederholt werden soll ein Pulse of Europe-Infostand, den es im Dezember auf dem Grabbeplatz zum ersten Mal gab.

Bei der ersten Pulse of Europe-Demonstration des Jahres am 25. Februar soll es vorrangig um die Parlamentswahlen in Italien gehen. „Die können zum Desaster werden“, sagt Bernd Fröhlich, der einen Rechtsruck befürchtet. „Es ist in ganz Europa recht ruhig deshalb, man hört kaum ein Wort darüber, das möchten wir ändern.“ Auf dem Burgplatz soll deshalb unter anderem auch ein Italiener sprechen.

Wer sich selbst engagieren möchte, kann sich per E-Mail an duesseldorf@pulseofeurope.eu melden.

© WhatsBroadcast

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer