Sie muss 700 Euro Strafe zahlen. Attest aus Afrika reichte Richterin nicht.

Justizia
Symbolbild

Symbolbild

dpa

Symbolbild

Düsseldorf. Völlig ausgerastet war eine 41-Jährige, als sie in der Straßenbahn ohne gültiges Ticket angetroffen wurde. Sie hatte einen Rheinbahn-Kontrolleur verprügelt. Dafür sollte sich die rabiate Dame am Mittwoch vor dem Amtsgericht verantworten. Sie hatte Einspruch gegen den Strafbefehl über 700 Euro eingelegt. Doch die Angeklagte erschien nicht – stattdessen kam per Fax ein Attest aus Afrika.

Im Dezember vor zwei Jahren wurde die Frau an der Heubestraße kontrolliert. Zwar konnte die 41-Jährige ein Sozialticket vorweisen, das war aber nicht mehr gültig. Als der Rheinbahn-Mitarbeiter die Fahrkarte einkassieren wollte, wurde die Frau rabiat. Zunächst hielt die Angeklagte den Mann am Kragen seiner Jacke fest. Dann schlug die Frau mehrfach auf den Kontrolleur ein.

Bei der Prügelei fiel die Brille des Rheinbahners zu Boden und ging dabei kaputt. Wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung hatte die Staatsanwaltschaft der 41-Jährigen einen Bescheid über 700 Euro Geldstrafe geschickt. Darüber sollte eigentlich am Mittwoch verhandelt werden. Doch die Amtsrichterin wartete vergeblich auf die Dame. Stattdessen lag nur das Attest eines Arztes aus Afrika vor. Darin hieß es, dass die Angeklagte vermutlich schwanger und ihr der Flug nach Düsseldorf nicht zuzumuten sei. Der Doktor hatte übrigens den gleichen Nachnamen wie die 41-Jährige.

Das Attest reichte der Amtsrichterin nicht. Darum wurde der Einspruch abgewiesen, die Geldstrafe muss gezahlt werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer