Duo hatte es auf Goldketten und Schmuck abgesehen. Mehrere Opfer wurden verletzt.

Justizia
ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa Berichterstattung über den 70.Deutschen Juristentag vom 19.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa Berichterstattung über den 70.Deutschen Juristentag vom 19.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Peter Steffen

ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu dpa Berichterstattung über den 70.Deutschen Juristentag vom 19.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Düsseldorf. Sie hatten sich die schwächsten Opfer ausgesucht. Ein halbes Jahr lang fahndete die Polizei nach Tätern, die gezielt alte Damen überfielen und ihnen den Schmuck raubten. Dabei gingen die Ganoven mit großer Brutalität vor. Mehrere Rentnerinnen wurden verletzt. Seit Donnerstag müssen sich zwei 21 und 22 Jahre alte Angeklagte vor dem Landgericht verantworten. Acht Überfälle und ein Einbruch wirft die Staatsanwaltschaft ihnen vor.

Festgenommen wurden die beiden nach zwei Überfällen am 15. Juli vergangenen Jahres. In der Straßenbahnlinie 707 sollen sie das 78-jähriger Oper „ausgeguckt“ haben. Als die Frau ausstieg, warteten die Täter ab, bis sie sich beobachtet fühlten. Dann rissen sie der Frau zunächst zwei Goldketten vom Hals. Daran hing auch der Ehering des verstorbenen Mannes der Seniorin.

Auch auf die Handtasche hatten die Räuber es abgesehen, doch die Rentnerin wehrte sich. Da soll der 21-Jähriger dem Opfer einen heftigen Stoß vor die Brust versetzt haben. Die Rentnerin stürzte mit dem Hinterkopf auf den Asphalt und erlitt eine faustgroße Verletzung. Als ein Zeuge hinzu kam, flüchtete das Duo. Unmittelbar danach sollen sie an der Schwerinstraße eine weitere Frau überfallen haben.

Verletzt wurde auch ein 69-Jährige, die samstags auf der Redlichstraße unterwegs war: „Ich bin von hinten angesprochen worden, ob ich wüsste, wo eine Behörde ist.“ Als die Rentnerin sich umdrehte, habe der Mann ihr die goldene Kette vom Hals gerissen. Danach zerrte er der Frau auch noch die Uhr vom Arm: „Ich habe ganz laut geschrien. Da kam sogar schon Blut.“

Einer 76-Jährigen hatten die Täter an der Luisenstraße einen Faustschlag vor den Kehlkopf verpasst. Im Hofgarten wurde eine 78 Jahre alte Rollator-Fahrerin zu Boden gestoßen und verletzt.

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