Amtsrichter schickte den 75-Jährigen zum Psychologen.

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Volker Hartmann

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Düsseldorf. Mindestens fünf Jacken im Wert von 1259 Euro ließ ein Rentner in einem Kaufhaus an der Schadowstraße mitgehen. Doch der 75-Jährige fühlt sich nicht als Dieb, angeblich wollte er die Sachen sogar später wieder zurück bringen. „Aus Spaß und Langeweile“ habe er das Geschäft nur auf die Lücken im Sicherheitssystem aufmerksam machen wollen, erklärte der Senior am Freitag beim Prozess vor dem Amtsgericht..

Mehr als 70 Jahre lang hatte der Mann sich nichts zu Schulden kommen lassen, das Strafregister war blütenrein. Doch im Dezember vergangenen Jahres packte er mindestens fünf Jacken in eine Einkaufshilfe, die das Kaufhaus für Senioren zur Verfügung stellt. Damit marschierte er zunächst durch den Kassenbereich, wurde aber später unsanft von den Detektiven gestoppt: „Die haben mich in den Schwitzkasten genommen.“

Auch in der Wohnung und im Auto wurden Jacken sichergestellt

In dem Einkaufswagen fand man nicht nur das Diebesgut. Auch im Auto des 75-Jährigen und in dessen Wohnung wurden weitere Jacken sichergestellt, die er allerdings ordentlich gekauft haben will.

Wie der Rentner erklärte, sei ihm in dem Kaufhaus aufgefallen, dass viele Jacken überhaupt nicht elektronisch gesichert seien. Er habe nur zeigen wollen, wie einfach man die Kleidungsstücke stehlen könne. Ganz so einfach war es dann wohl doch nicht, wie sich bei der Festnahme des Angeklagten herausstellte.

Der Richter hörte sich das alles an und kam nach kurzer Unterbrechung zu dem Schluss, dass der 75-Jährige von einem Psychologen auf seine Schuldfähigkeit untersucht werden soll.

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