Streit um einen Sitzplatz in der Maschine nach Beirut war eskaliert. Zivilprozess begann.

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Volker Hartmann

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Düsseldorf. Die Maschine nach Beirut stand am 30. Juli vergangenen Jahres startbereit auf dem Rollfeld des Düsseldorfer Airports. Doch dann gab es noch Streit um einen Sitz. Ein 19-Jähriger war mit dem Platz nicht einverstanden, der ihm von den Flugbegleitern zugewiesen wurde. Als die Diskussion eigentlich schon beendet war, weigerte sich der Pilot zu starten. Nicht nur der Querulant, auch seine komplette Familie, insgesamt 14 Personen, mussten den Flieger der Air Berlin wieder verlassen. Seit Freitag wird vor dem Zivilgericht prozessiert.

Ein Familienvater aus Essen, der zusammen mit Ehefrau und vier Kindern sechs Wochen im Libanon bleiben wollte, hatte die Klage eingereicht. Er fordert vom Reiseveranstalter die 2500 Euro für die Tickets zurück, ersatzweise von der Air Berlin. Das vom Piloten und dem Chefsteward gemeinsam angeordnete Flugverbot sei unverhältnismäßig.

Bei dem Randalierer handelte es sich um den 19-jährigen Neffen des Klägers. „Das sind aber im Prinzip zwei völlig verschiedene Familien“, argumentierte der Anwalt. Außerdem hatte sich die Situation an Bord längst beruhigt, als der Pilot sich aus Sicherheitsgründen weigerte, die Maschine zu starten. Der Prozess wird am 3. November mit Zeugenaussagen fortgesetzt.

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