Polizei St�rer
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Foto: Archiv

Düsseldorf. Gegen zwei Uhr morgens standen die Polizisten mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Wohnung in Flingern. Zwei Jugendliche hatten ihnen den Namen des minderjährigen Drogendealers verraten, dessen Zimmer sie nun durchsuchen wollten. Mit einem kräftigen Tritt verschafften sich die Fahnder Zutritt zur Wohnung. Doch dahinter hatte die Mutter des Verdächtigen gestanden. Sie blutete, erlitt einen doppelten Nasenbeinbruch. Nun fordert Silvia J. per Zivilklage 1000 Euro Schmerzensgeld und 572 Euro Schadensersatz für die demolierte Tür. Die Frau beteuert, dass die Beamten nicht vorschriftsgemäß mehrfach geklingelt und „hier ist die Polizei“ gerufen hätten. Sie sei völlig überrascht gewesen, als mitten in der Nacht ihre Tür eingetreten wurde.

Die Beamten sagten vor Gericht aus, sie hätten mehrfach geklingelt und geklopft. Als sie Geräusche in der Wohnung hörten, hätten sie gewarnt: „Wir treten sonst die Tür ein.“ In der Wohnung waren die Männer übrigens fündig geworden: 30 Tütchen Marihuana hatte der Sohn in seinem Zimmer versteckt. Der Prozess wird fortgesetzt.