Dennis B. hatte sich dem BMW in den Weg gestellt. 25-Jähriger zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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Düsseldorf. Bis zu 50 Verkehrskadetten sind jedes Jahr bei der Rheinkirmes im Einsatz. Nicht alle Autofahrer reagieren freundlich, wenn sie von den jungen Leuten ausgebremst werden. Ein 25-Jähriger, der am 18. Juli mit seinem BMW unbedingt durch eine Sperre am Kaiser-Friedrich-Ring wollte, rastete völlig aus. Dreimal fuhr er einem Verkehrskadetten vor die Knie und bedroht den 19-Jährigen auch noch. Am Montag musste er sich dafür vor dem Amtsgericht verantworten.

Wie Dennis B. berichtete, stand er an dem Abend gegen 21 Uhr an einer Sperre, die nur Linienbusse passieren durften. Plötzlich sei der BMW aufgetaucht: „Ich habe dem Mann gesagt, dass er hier nicht durchfahren kann und wenden soll.“ Stattdessen sei der Wagen nach vorne gerollt und habe ihn am Knie getroffen. Das soll der 25-Jährige noch zweimal wiederholt haben. Und zwar so heftig, dass Dennis B. Prellungen davontrug.

Beim letzten Zusammenstoß soll der Autofahrer den Verkehrskadetten auch noch beschimpft und bedroht haben: „Verpiss doch, oder ich breche dir die Nase.“ Der 19-Jährige ließ sich aber nicht beeindrucken, bis der Mann umdrehte und verschwand. Das Autokennzeichen war notiert. Einen Tag später kassierte die Polizei den Führerschein des Angeklagten ein.

Der 25-Jährige räumte am Montag ein, dass er den Verkehrskadetten beschimpfte. Allerdings erst, als der sich mit den Händen auf der Motorhaube seines Wagens abstützte. Dass er den jungen Mann absichtlich angefahren habe, wies der Angeklagte zurück.

Zwei Zeugen bestätigten allerdings in wesentlichen Teilen die Aussagen des Verkehrskadetten. Der 25-Jährige wurde zu sieben Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem muss er noch mindestens zehn Monate lang auf seinen Führerschein verzichten.

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