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Franjo Pooth wurde verurteilt..

Franjo Pooth wurde verurteilt..

dpa

Franjo Pooth wurde verurteilt..

Düsseldorf (dpa) - Der gescheiterte Unternehmer Franjo Pooth ist am Montag rechtskräftig zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden - unter anderem wegen Bestechung. Pooth akzeptierte einen entsprechenden Strafbefehl. Das teilte das Düsseldorfer Amtsgericht mit.

Damit bleibt Pooth ein Strafprozess erspart. Als Bewährungsauflage muss er 100 000 Euro an den Insolvenzverwalter seines Unternehmens Maxfield zahlen.

Durch den Strafbefehl ist Franjo Pooth wegen Untreue, Bestechung, Vorteilsgewährung und fahrlässiger Insolvenzverschleppung vorbestraft. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Der Verteidiger Pooths hatte unmittelbar nach Erlass des Strafbefehls auf Rechtsmittel verzichtet.

Als Bestechung wertete das Amtsgericht die Zahlung von 20 000 Euro an einen britischen Einkäufer und Vertreiber von Maxfield-Geräten. Die Lieferung einer Heimkinoanlage an einen Sparkassenvorstand stufte das Gericht ebenfalls als Korruption ein - nämlich als Vorteilsgewährung. Die Verwendung von 15 900 Euro Firmengeld für die Renovierung seiner Londoner Privatwohnung ist dem Gericht zufolge als Untreue zu sehen.

Dass Pooth den Insolvenzantrag für sein Unternehmen erst eingereicht hatte, als die Firma bereits seit dreieinhalb Monaten überschuldet war, sah das Gericht als fahrlässige Insolvenzverschleppung.

 

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