Bilder der Geschwister Scholl im gleichnamigen Gymnasium. Archivfoto.
Bilder der Geschwister Scholl im gleichnamigen Gymnasium. Archivfoto.

Bilder der Geschwister Scholl im gleichnamigen Gymnasium. Archivfoto.

Young David (DY)

Bilder der Geschwister Scholl im gleichnamigen Gymnasium. Archivfoto.

Düsseldorf. Der Kreisverband der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) plant für Sonntag seinen Parteitag im Geschwister-Scholl-Gymnasium abzuhalten. Nach Bekanntwerden des Termins regt sich Protest gegen die Veranstaltung. 

"Das Erbe der Weißen Rose ernst zu nehmen, bedeutet heute Widerstand zu leisten gegen neue Rechte Demagogen und gegen menschenverachtendes Gedankengut. Es ist vor diesem Hintergrund äußerst pietätlos, dass eine äußerst rechte Partei im Geschwister-Scholl-Gymnasium tagt“, sagt Christian Jäger, Sprecher des Bündnisses "Düsseldorf stellt sich quer". 

Auch auf Facebook regt sich Unverständnis über die Wahl des Veranstaltungsortes. Dirk Jürgensen schreibt auf der Gemeinschaftsseite bilkOrama: "Vielleicht sollte man alle Schüler und Ehemaligen aufrufen, ihre Schule zu vereinnahmen und mit gleichzeitigen Gegenveranstaltungen eine ordentlichen Verlauf der AfD-Veranstaltung unmöglich zu machen."
Userin Anne Dolff kommentiert: "Finde es unverständlich dass das geschwister-scholl-gymnasium eine solche buchung akzeptiert - es wäre doch wohl an der schulleitung so etwas gar nicht erst zu erlauben!!!"  

Trotz der Proteste: Verbieten lässt sich der Parteitag der AfD wohl nicht, da auch andere Parteien in städtischen Schulräumen regelmäßig Veranstaltungen durchführen.

Findet der Parteitag am Sonntag wie geplant statt, wäre es für die AfD bereits die zweite Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium. Bereits im November vergangenen Jahres organisierte die AfD in den Schulräumen eine Infoveranstaltung zum Thema "Zuwanderung, Integration, Asyl und Rückführung".

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