Pfand soll nur eine „Zuhälter-Kartoffel“ gewesen sein.

Düsseldorf. Mit seinen legendären Schnitzeln war ein heute 81-jähriger Gastronom in den sechziger und siebziger Jahren ein Liebling der High Society, bekochte Prominente wie Udo Jürgens oder Desiree Nosbusch. Dann wurde es still um den Schnitzel-Experten. In Düsseldorf liefen die Geschäfte offenbar auch nicht so gut. So musste sich der Promi-Koch vor sechs Jahren Geld bei einem Bekannten leihen. Als Pfand gab der 81-Jährige dem Schuldner unter anderem eine Rolex. Doch die Uhr soll weniger wert als versprochen gewesen sein. Nun landete der Streit vor dem Zivilgericht.

Zweimal hatte Rolf S. dem Schnitzel-Experten Geld geliehen. 6000 Euro waren es im Dezember 2005, nur wenige Wochen später kamen noch einmal 6500 Euro dazu. Als Pfand gab der Promi-Wirt neben der Rolex noch eine Standuhr und einen Sektkühler.

Hamburger Juwelier kaufte die Uhr für 3800 Euro

Doch der Gastronom zahlte seine Schulden bis heute nicht zurück. Inzwischen hat Rolf S. die Rolex-Uhr für 3800 Euro an einen Hamburger Juwelier verkauft. Den Rest des Geldes wollte er jetzt einklagen.

Der Rechtsanwalt des 81-Jährigen bemängelte, dass die Rolex weit unter Wert abgegeben worden sei. Es habe sich um ein Sammlerstück gehandelt, für das man bis zu 14 000 Euro hätte erzielen können. Dem widersprach die Gegenseite energisch: „Das war eine Zuhälter-Kartoffel.“

Auch darüber, wie viel Geld die Standuhr und der Sektkühler wert sind, wurden sich die Parteien nicht einig. Am Ende kam es auf Anregung des Gerichtes zu einem Vergleich. Der Gastronom, der inzwischen wieder ein eigenes Restaurant in Düsseldorf hat, zahlt noch 6000 Euro in Raten ab und bekommt im Gegenzug Standuhr und Sektkühler zurück.

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