Seit 20 Jahren schreibt Bernhard Paul mit dem Roncalli‘s Apollo Varieté in Düsseldorf Erfolgsgeschichte
Den 23. Mai 1996 wird Bernhard Paul niemals vergessen. Im Büro des damaligen Düsseldorfer Stadtdirektors Jörg Bickenbach hätte man eine Stecknadel fallen hören können, als der Architekt Professor Niklaus Fritschi das illuminierte Architekturmodell auf den Tisch stellte. „Ein Theater unter der Autobahn? Ihr seid’s total verrückt“ war der erste Gedanke, der dem Roncalli-Chef durch den Kopf schoss, als er die Miniaturversion des spektakulären Glasbaus unter der Rheinkniebrücke betrachtete. Der Circusdirektor dachte an die Worte seiner Mutter, die ihn als Kind immer wieder ermahnt hatte: „Wenn du so weitermachst, landest du noch beim Zirkus oder unter der Brücken …“

Die erste Vision hatte der gebürtige Österreicher bereits 20 Jahre zuvor wahrgemacht, indem er mit dem Circus Roncalli ein Imperium von Weltrang aufgebaut hatte. Mit der Erfüllung der zweiten Prophezeiung seiner Mutter verwirklichte sich Bernhard Paul einen tiefen Herzenswunsch – und belebte zugleich Düsseldorfs langjährige Varietékultur wieder.

Ein Haus zwischen Tradition und Moderne

Mit dem aufsehenerregenden Neubau zwischen der Altstadt und dem Medienhafen, der Tradition und Moderne vereint, gab Bernhard Paul den Düsseldorfern „ihr“ legendäres Apollo-Theater zurück. Der neobarocke Prachtbau, kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts an der prestigeträchtigen Königsallee errichtet, war eines der größten Vielzweckgebäude Europas. Nach der rauschenden Eröffnung 1899 unterhielten Varieté, Theater und Circus, Konzerte, Bälle und Ausstellungen die Bewohner der wachsenden Großstadt. Bis zum ersten Weltkrieg erlebte das Apollo eine wahre Blütezeit, die durch Krieg und Besetzung jäh endete. Anfang der 1930er Jahre kaufte die UFA Berlin das Gebäude, baute es um und legte den Schwerpunkt auf Filmvorführungen. Trotzdem ließ sich der finanzielle Untergang nicht verhindern. 1959 schloss sich der Bühnenvorhang zum letzten Mal. Einige Jahre diente das Apollo noch als TV-Studio, bevor 1965 der Abriss des prachtvollen Gebäudes begann.

Prominente Unterstützer für das neue Juwel an der Promenade

Mit dem Plan, den ersten und bis heute einzigen Varieténeubau nach dem Zweiten Weltkrieg zu errichten, gewann Bernhard Paul schnell einflussreiche Unterstützer. Die damalige Oberbürgermeisterin Marlies Smeets und Stadtdirektor Jörg Bickenbach waren ebenso wie der NRW-Ministerpräsident und spätere Bundespräsidenten Johannes Rau überzeugt von der Idee und den Entwürfen des Rheinuferpromenaden-Architekten Professor Niklaus Fritschi.

Nach nur neun Monaten Bauzeit hieß es „Vorhang auf“ für das neue Varieté-Theater: Am 17. Oktober 1997 feierte Roncalli’s Apollo Varieté mit einer festlichen Gala-Premiere und prominenten Gästen wie Hollywood-Legende Dennis Hopper Eröffnung. Dass die Rheinuferpromenade der Landeshauptstadt von nun an um ein architektonisches Juwel reicher war, bezweifelte kaum jemand. Dass sich das neue Apollo-Theater mit knapp 500 Plätzen zu einem der schönsten und größten Varieté-Häuser Europas entwickeln würde, hätten damals hingegen wohl die wenigsten erwartet.

6420 Shows mit 2,5 Millionen Zuschauern

Von der rauschenden Eröffnung an schrieb Roncalli’s Apollo Varieté Erfolgsgeschichte. Mit jährlich rund 100.000 Zuschauern aus aller Welt und internationalen Artisten der Spitzenklasse ist das Theater in der rheinischen Kulturlandschaft längst fest etabliert. In den vergangenen 20 Jahren hat das „Haus der Weltattraktionen“ 117 Programme mit 760 artistischen Darbietungen gezeigt und mit 6420 Shows insgesamt 2,5 Millionen Zuschauer begeistert. Poetische Geschichten, magische Momente und atemberaubende Akrobatik machen die Programme aus der Feder des Circusdirektors aus. Gefühle, Fantasie und Farbenpracht stehen für Bernhard Paul seit 40 Jahren am Anfang einer jeden Roncalli-Produktion. Das Apollo Varieté, das der Gründer liebevoll als „kleinen, etwas dekadenteren Bruder“ des Circus Roncalli bezeichnet, schließt an diese Tradition an.

Festliches Dinner im Theatersaal

„Lachen, Staunen, Träumen“ heißt das Motto eines jeden Abends, an dem die besten Artisten, Akrobaten, Clowns und Komödianten aus aller Welt ihr Publikum in eine fantastische Welt niveauvoller Varieté-Kunst entführen. Bereits der Besuch des gläsernen Juwels an der Rheinuferpromenade ist ein besonderes Erlebnis: Durch die Fensterfronten bietet sich ein fantastischer Panoramablick über den Rhein und die Altstadtpromenade. Reizvoll ist der Kontrast vom modernen, lichtdurchfluteten Foyer und Panoramarestaurant zum klassischen, rot-goldenen Theatersaal im Roncalli-Stil. Eine weitere Besonderheit von Roncalli`s Apollo Varieté ist die Verbindung von kunstvoller Unterhaltung und Kulinarik auf höchstem Niveau. Nicht nur im Panorama-Restaurant, sondern auch im Theatersaal selbst werden internationale Köstlichkeiten serviert. Beim einzigartigen „Show & Dine“-Erlebnis können Besucher die Vorstellung und ein darauf abgestimmtes 3-Gang-Menü genießen.

Eine artistische Traumreise um die Welt

In jeder Hinsicht ist „Vielfalt“, die wortwörtliche Übersetzung des Begriffs „Varieté“, im Apollo Programm. Alle drei Monate wechseln die Inszenierungen unter dem Sternenhimmel des glamourös-eleganten Theatersaals. Seit zwei Jahren lädt der Regisseur Bernhard Paul das Publikum auf eine Reise durch die Welt ein: Von Monte Carlo bis New York und St. Petersburg, über London, Hollywood und Las Vegas. Im Jubiläumsjahr beschenkt Roncalli`s Apollo Varieté die Besucher mit spannenden Aktionen, besonderen Angeboten und neuen, spektakulären Shows. Zur großen Jubiläumsgala am 17. Oktober geht es unter dem Motto „Jubilé à Paris“ noch einmal zur Wiege der Varieté-Kunst in Frankreichs Hauptstadt.

Gründer Bernhard Paul blickt mit Stolz auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück und freut sich auf viele weitere Inszenierungen: „Mein Anspruch war und ist es, im Apollo niveauvolle Varieté-Unterhaltung zu bieten, die Menschen ihrem Alltag zu entreißen und sie in eine Traumwelt zu entführen. Wir arbeiten mit unserer Hingabe, mit Herz, Verstand und jeder Menge kreativer Ideen und Investitionen daran, dass das Varieté groß und stark bleibt.“