Kommissar Lutz Türk klärt ältere Menschen darüber auf, wie sie sich vor gezielten Straftaten besser schützen können.

Hauptkommissar Lutz Türk gibt Senioren bei Vorträgen wichtige Ratschläge zum Schutz vor Ganoven.
Hauptkommissar Lutz Türk gibt Senioren bei Vorträgen wichtige Ratschläge zum Schutz vor Ganoven.

Hauptkommissar Lutz Türk gibt Senioren bei Vorträgen wichtige Ratschläge zum Schutz vor Ganoven.

dpa

Hauptkommissar Lutz Türk gibt Senioren bei Vorträgen wichtige Ratschläge zum Schutz vor Ganoven.

Düsseldorf. Es gibt Straftaten, die sind "seniorentypisch", wie es Hauptkommissar Lutz Türk nennt: Beispielsweise der Enkel-Trick oder der Glas-Wasser-Trick, bei dem Kriminelle versuchen, in die Wohnung einzudringen. Auch Handtaschenraub und Taschendiebstahl gehören dazu. Die wichtigste Botschaft, die der Hauptkommissar bei seinen zahlreichen Vorträgen in der Stadt transportieren möchte, lautet: "Man kann sich schützen."

Die Handtasche sollte unter der Jacke getragen werden

"Seniorinnen sollten ihre Handtasche im Winter unter der Jacke tragen", empfiehlt Türk. "Wenn sie keine Jacke tragen, sollten sie sich eine Tasche mit einem langen Riemen zulegen." Denn dieser kann diagonal über die Schulter gelegt werden - wie ein Sicherheitsgurt.

Wenn der Dieb die Tasche dann entreißen möchte, ist es leichter möglich, dass die Seniorin stürzt und sich verletzt, "und sich damit das Strafmaß um einiges erhöht - das wirkt abschreckend", sagt Türk. Vor Taschendiebstahl können sich ältere Menschen schützen, indem sie das Geld möglichst nah am Körper oder in einem Brustbeutel tragen oder die Handtasche unter die Achsel klemmen.

Vorsicht ist vonnöten, wenn Fremde an der Tür läuten, schnell telefonieren müssen und sich als lange nicht gesehene Enkel ausgeben - oder Handwerker ungefragt die Heizung reparieren wollen. Unbekannte sollten nie in die Wohnung gelassen werden. Senioren sollten nicht zögern, bei ungewöhnlichen Situationen Nachbarn um Hilfe zu bitten.

Die Angst der Senioren vor Überfällen ist jedoch um einiges höher als die tatsächliche Zahl an Vorfällen. "Ältere Menschen sind die am wenigsten gefährdete Altersgruppe, um Opfer von Kriminalität zu werden", sagt Türk. "Oft führt eine allgemeine Altersangst, beispielsweise die Wahrnehmung der eigenen Gebrechlichkeit, zu mehr Furcht."

Ein Beispiel: In Düsseldorf leben ungefähr 57.000 Senioren und 85.000 Seniorinnen. Türk: "Wenn ich während eines Vortrags frage, wieviele Handtaschen pro Jahr geraubt werden, nennen manche Menschen Zahlen bis zu 40.000." Aber: Bei Frauen über 60 Jahren sind es nur 30 bis 50 gestohlene Taschen pro Jahr.

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