Mit einer Waffe stand ein 16-Jähriger einem Polizisten gegenüber. Der Beamte gab zwei Warnschüsse ab.

Düsseldorf. "Das hätte auch anders ausgehen können. Der Beamte hat die Situation richtig eingeschätzt", erklärte Polizeisprecher Markus Niesczery. Mit einer täuschend echt aussehenden Nachbildung einer Walther P22-Pistole stand ein 16-jähriger einem Hauptkommissar gegenüber. Der 37-Jährige gab zwei Warnschüsse aus seiner Dienstwaffe ab. Da warf der Jugendliche die Schreckschuss-Waffe unter ein geparktes Auto.

Zu der gefährlichen Situation war es am Freitagabend gekommen. Mit Halstüchern maskiert hatten drei Jugendliche einen Kiosk an der Nosthoffenstraße in Wersten betreten. Einer von ihnen rief "Überfall" und bedrohte die 48-Jährige Besitzerin mit einer Pistole. Als die Frau meinte, einen der Räuber erkannt zu haben, flüchtete das Trio ohne Beute.

Eine Zivilstreife sah zufällig, wie die Jugendlichen aus dem Büdchen kamen und in verschiedene Richtungen davon liefen. Die Beamten nahmen die Verfolgung des Haupttäters auf, der plötzlich anhielt und sich mit der Pistole in der Hand umdrehte. Nachdem der Hauptkommissar zweimal in die Luft geschossen hatte, konnte der 16-Jährige zunächst entkommen.

Nachdem sich mehrere Zeugen gemeldet hatten, konnten die Jungen im Alter von 14, 15 und 16 Jahren bereits in der Nacht festgenommen werden. Alle wohnen noch bei ihren Eltern. Während die beiden jüngeren Verdächtigen schon polizeilich in Erscheinung getreten sind, war der Haupttäter bislang ein unbeschriebenes Blatt. Das Trio legte ein Geständnis ab.

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