Die Türkische Generalkonsulin verlangt, dass der Wagen mit dem Erdogan-Motiv sofort verhüllt wird.

Der umstrittene Mottowagen.
Der umstrittene Mottowagen.

Der umstrittene Mottowagen.

Judith Michaelis

Der umstrittene Mottowagen.

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Rosenmontagszug ist zwar abgesagt, aber die Mottowagen werden gezeigt: Sie standen am Montag bis Mittag vor dem Rathaus – zur Besichtigung für jedermann. Und auch den ersten Ärger gibt es schon: Nach Informationen der WZ hat die türkische Generalkonsulin in Düsseldorf, Ṣule Gürel, vom Düsseldorfer Carnevals Comitee verlangt, dass der Wagen mit dem Erdogan-Motiv sofort verhüllt wird.

Der Wagen zeigt den türkischen Präsidenten Recep Erdogan, der mit einem IS-Kämpfer anstößt – in den Gläsern befindet sich Blut. Dass Erdogan auf diese Weise bildlich mit dem IS gleichgesetzt wird, ist für das Düsseldorfer Carnevals Comitee zulässige Satire. Man werde den Wagen nicht verhüllen.

Jacques Tilly, künstlerischer Leiter des Rosenmontagszuges, lehnte das ab. "Die Frau soll sich nicht so aufregen, der Wagen wird ja sowieso eingestampft." RS

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