Heimatverein Gerresheim lädt in evangelischen Gemeindesaal ein.

Rosemarie Theiß
Rosemarie Theiß vom Bürgerverein will mit jeder Partei bei der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl diskutieren, auch mit der AfD.

Rosemarie Theiß vom Bürgerverein will mit jeder Partei bei der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl diskutieren, auch mit der AfD.

Meister Helga (hm)

Rosemarie Theiß vom Bürgerverein will mit jeder Partei bei der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl diskutieren, auch mit der AfD.

Düsseldorf. Am 30. März hat der Bürger- und Heimatverein Gerresheim zu einer Podiumsdiskussion zur Landtagswahl in den Gemeindesaal der Evangelischen Gemeinde an der Heyestraße eingeladen. Sechs Kandidaten sollen die Gelegenheit haben, sich den Bürgern zu präsentieren. Dass unter den sechs auch AfD-Kandidat Nic Peter Vogel ist, sorgte nun für Ärger.

In einem offenen Brief kritisierten Gemeindemitglieder die Auswahl. „Ausgerechnet in unserem Gemeindezentrum, wo seit vielen Jahren unaufgeregt eine engagierte und verlässliche Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen und Familien geleistet wird“, heißt es.

Bürgerverein sagt: Gleiches Recht für alle Parteien

Auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) reagierte. „Was uns irritiert ist, dass Sie auch eine Vertreterin (Anm. d. Red.: Zuerst sollte Kandidatin Uta Oppelt kommen) der AFD eingeladen haben, einer Partei, die nachgewiesenermaßen rassistisch, völkisch und in großen Teilen neofaschistisch ist“, schreibt Sprecher Jürgen Schuh.

Rosemarie Theiß vom Bürgerverein sieht die Lage anders. „Die AFD ist nicht verboten“, sagt sie. Es gelte gleiches Recht für alle. „Wir geben denen doch mehr Beachtung, wenn wir sie als einzige ausladen“, sagt sie. Zudem sei schon, als der Mietvertrag unterschrieben wurde, klar gewesen, dass Kandidaten jeder Partei eingeladen würden. cas

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