Dass ihm gleich der erste Bissen fast zum Verhängnis wurde, damit hatte der Kölner Gast in einem hochpreisigen Düsseldorfer Restaurant nicht gerechnet. Jetzt soll er Geld bekommen.

Der Restaurantbesucher forderte ursprünglich 3700 Euro von dem Gastwirt.
Der Restaurantbesucher forderte ursprünglich 3700 Euro von dem Gastwirt.

Der Restaurantbesucher forderte ursprünglich 3700 Euro von dem Gastwirt.

Bischof, Andreas (abi)

Der Restaurantbesucher forderte ursprünglich 3700 Euro von dem Gastwirt.

Düsseldorf (dpa). Weil ihm nach einem Restaurantbesuch an der Düsseldorfer Königsallee ein Plastikteil aus der Speiseröhre entfernt werden musste, soll ein Gast 2400 Euro erhalten. Das hat ein Düsseldorfer Amtsrichter am Donnerstag als Vergleich vorgeschlagen. Darin enthalten sind die Behandlungskosten von 1700 Euro. Der Gast hatte 3700 Euro gefordert.

Er habe ein weiches Ricottagericht serviert bekommen und gleich beim ersten Bissen das etwa 2,5 Zentimeter große Teil verschluckt, schilderte der Kläger. Er habe sich selbst gefragt, wie man ein so großes Teil habe übersehen könne: «Ich habe den Bissen gegen den Gaumen gepresst, im Mund zergehen lassen und runtergeschluckt.» Dann sei ihm sofort schlecht geworden. Mit einem Taxi sei er dann sofort ins Krankenhaus gefahren, wo ihm der Fremdkörper unter Narkose entfernt worden sei.

Am nächsten Tag habe er Strafanzeige erstattet. Der Restaurantbetreiber hatte den Vorfall bestritten - das Plastikteil könne auch nicht aus dem Betrieb stammen. Doch der Richter schenkte dem Kläger Glauben: Dieser mache nicht den Eindruck, aus der Sache Geld schinden zu wollen. Beide Seiten bekommen nun etwas Zeit, um über den Vorschlag nachzudenken (Az.: 51 C 12924/14).

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