Die Igedo-Messen schrumpfen und schrumpfen – und ausgerechnet eine Düsseldorfer Firma wirbt für die Konkurrenz.

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Im Eingangsbereich seines Hauses an der Schadowstraße wirbt P&C damit, Handelspartner der Fashion Week zu sein.

Im Eingangsbereich seines Hauses an der Schadowstraße wirbt P&C damit, Handelspartner der Fashion Week zu sein.

Bernd Nanninga

Im Eingangsbereich seines Hauses an der Schadowstraße wirbt P&C damit, Handelspartner der Fashion Week zu sein.

Düsseldorf. Die Modemesse schrumpft schon wieder. Der neue Igedo-Geschäftsführer Philipp Kronen bekannte in dieser Woche: "Wir sind nicht mehr die Nummer eins." In Berlin dürfte man entzückt sein. Seit Jahren schwelt ein Modestreit zwischen beiden Städten.

Und zumindest beim Glamour-Faktor gewinnt Berlin - dank seines Geldgebers Mercedes. Kronen: "Ohne großen Sponsor funktioniert Glamour auch bei uns nicht." Und den zu finden, sei bei der aktuellen Wirtschaftslage undenkbar.

Ausgerechnet vor diesem Hintergrund wirbt jetzt Peek&Cloppenburg an der Schadowstraße am Eingang und in sämtlichen Schaufenstern damit, offizieller Handelspartner der Fashion Week in Berlin zu sein. Für P&C sei "die Verbindung mit dem bedeutendsten deutschen Fashion-Event die logische Konsequenz", sagt Adrian Kiehn, Generalbevollmächtigter des Düsseldorfer Unternehmens.

Eine Sprecherin rudert auf WZ-Anfrage ein Stück zurück: Der Düsseldorfer Modemesse werde keine geringere Bedeutung beigemessen. Schließlich kaufe man hier Ware. Berlin aber biete die "Präsentationsfläche für modische Visionen".

 

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