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Das Ordnungsamt und die Polizei sprachen am Montagabend bereits mit den irischen Traveller.

Das Ordnungsamt und die Polizei sprachen am Montagabend bereits mit den irischen Traveller.

Gerhard Berger

Das Ordnungsamt und die Polizei sprachen am Montagabend bereits mit den irischen Traveller.

Düsseldorf. Etwa 500 fahrende Landarbeiter aus Irland, die seit Montagabend auf den Oberkasseler Rheinwiesen campierten, sind am Dienstagnachmittag weitergezogen. Nach 16 Uhr verließen die etwa 70 bis 80 Gespanne nach und nach den Lagerplatz in Richtung Norden. Bereits um kurz nach 17 Uhr waren fast alle weg.

Zuvor hatten die Iren eine Frist der Stadt verstreichen lassen. Die Verwaltung hatte sie aufgefordert, den Platz bis 15 Uhr zu räumen - und durchblicken lassen, dass notfalls geräumt würde. Gegen 15.30 Uhr befanden sich die Gespanne allerdings noch auf dem Gelände. 

Kurze Zeit später rückte die Polizei an - zunächst nur um Präsenz zu zeigen, ohne konkreten Räumungsauftrag. Der Anblick der Beamten, die in der Nähe Position bezogen, soll die Arbeiter nach WZ-Informationen bewogen haben, das Lager aufzugeben.

Gegen 16 Uhr waren im Internet Gerüchte im Umlauf, die Räumung durch die Polizei habe begonnen. Diese erwiesen sich jedoch als unwahr. Zu jenem Zeitpunkt hatte die Polizei dort lediglich Stellung bezogen. Einen Befehl zur Räumung gab es jedoch nicht.

Schon zuvor zwei Platzverweise

Bereits am Montagabend hat das Ordnungsamt und die Polizei 500 Platzverweise ausgesprochen. Zunächst hieß es, die irischen Familien haben bis Dienstag um 14 Uhr Zeit, den Platz zu verlassen. Später wurde die Frist um eine Stunde verlängert. 

Nach Angaben der Polizei waren die Traveller in Kevelaer bei einer Familienfeier. Dort gab es den ersten Platzverweis. Die  Gruppe zog am Sonntagnachmittag weiter nach Neuss. Das Ordnungsamt sprach auch dort einen Verweis aus. Daraufhin zogen die Traveller es vor, Neuss schon vor der Frist zu verlassen. Düsseldorf war dann der nächste Anlaufpunkt. red

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