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Kerstin Rapp-Schwan und Alexander Kampes sind mit der Organisation des NRW-Tages nicht zufrieden.

Kerstin Rapp-Schwan und Alexander Kampes sind mit der Organisation des NRW-Tages nicht zufrieden.

Uliana Mukhina

Kerstin Rapp-Schwan und Alexander Kampes sind mit der Organisation des NRW-Tages nicht zufrieden.

Düsseldorf. Strahlender Sonnenschein, jede Menge Aktion auf beiden Seiten des Rheins. Beim NRW-Tag sah man fast nur fröhliche Gesichter. Außer rund um den Burgplatz. Denn die Gastronomen in der Altstadt durften ihre Terrassen nicht aufbauen. „Ich habe reihenweise Gäste wegschicken müssen, die bei uns draußen sitzen wollten“, ärgert sich Kerstin Rapp-Schwan. Denn Anfang August bekamen die Wirte überraschend Post vom Ordnungsamt. Die Flächen, auf denen sonst Tische und Bänke stehen, müssen als Fluchtwege frei gehalten werden. Davon war bei einer Informationsveranstaltung, die einige Wochen vorher für die Altstadtwirte stattfand, noch nicht die Rede gewesen. Offenbar wurden aber so viele Flächen für das NRW-Fest vermietet, dass die Feuerwehr eingeschritten ist. Denn bei Großveranstaltungen muss genug Platz sein, falls es wie bei der Love-Parade in Duisburg zu einer Panik kommt.

Allein der Auf- und Abbau kostete über 2000 Euro

Die Gastronomen haben in ihren Verträgen eine Klausel stehen, dass sie im Notfall Terrassen entfernen müssen. „Allein der Auf- und Abbau kostet uns rund 2000 Euro“, ärgert sich die Chefin vom Schwan am Burgplatz. Unterstützung bekommt sie von Alexander Kampes vom D-Town: „Wir hatten wegen des Wetters unser bisher schlechtestes Jahr und haben sehr auf den NRW-Tag gehofft. Und jetzt lässt man uns einfach nicht mitfeiern.“ Alexander Kampes ärgert sich vor allem darüber, dass auswärtige Gastronomen ihre Stände aufbauen dürfen, während die einheimischen Lokale in die Röhre gucken: „Wir zahlen inzwischen Terrassengebühren, die im fünfstelligen Bereich liegen. Da ist es einfach nicht in Ordnung, wenn man uns das umsatzstärkste Wochenende einfach wegnimmt.“ Die Wirte fürchten nun, dass sich Ähnliches in Zukunft wiederholt, wenn die Stadt durch die Vermietung von Flächen Geld verdienen kann. „Zum Beispiel beim Japan-Tag“, so Kerstin Rapp-Schwan, „das ist für uns jedes Jahr das beste Wochenende.“ In der Praxis war die städtische Maßnahme völlig sinnfrei. Die Terrassen-Flächen blieben drei Tage lang einfach leer.

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