Ein Kommentar von Alexander Schulte.
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Ein Kommentar von Alexander Schulte.

Ob die Stadtsparkasse nun sechs oder neun Millionen Euro von ihrem Gewinn an die Stadt abführt oder nichts, ist für den stätischen Haushalt im Prinzip nebensächlich. Denn der hat ein Volumen von 2,4 Milliarden. Interessant ist das Gerangel dennoch. Erstens ist es ein Gradmesser dafür, wie eigenständig und standhaft der neue Sparkassenchef Hallmann gegenüber dem Rathaus auftritt. Zweitens wirft es ein Licht auf die Versuche der Stadtspitze, ihre Etatprobleme zu lösen. Die muss man bis jetzt fragwürdig nennen – und hilflos.

Erst ist es OB Elbers und Kämmerer Abrahams nicht gelungen, „ihrer“ schwarz-gelben Ratsmehrheit höhere (Hunde-) und neue Steuern (Zweitwohnsitz) schmackhaft zu machen, beides waren Luftbuchungen. Und nun provozieren sie Widerstand bei ihren Tochterunternehmen, denen 2013 deutlich höhere Ausschüttungen abverlangt werden.

Natürlich wird da auch gepokert. Die Stadtsparkasse etwa stellt manche Belastung dramatischer da, als sie ist. Dass sich das Kreditinstitut aber viel stärker strecken muss als in den Vorjahren, kann niemand ernsthaft bestreiten. Das West-LB-Desaster bleibt ein Mühlstein, die jetzt greifenden Regeln von „Basel III“ binden viel Eigenkapital. Am Ende wird man sich wohl auf eine Abführung von vier bis fünf Millionen Euro einigen.

Etwas mehr als das soll die Messe abliefern. Das sorgt in Stockum für reichlich Ärger, wenn auch nur hinter den Kulissen. Denn die Messe musste noch nie Geld abgeben – und zwar auch deshalb, weil sie im Gegenzug fast alle Investitionen auf dem Messegelände allein geschultert hat. Die Stadt sollte sich gut überlegen, diese Geschäftsgrundlage aufzukündigen.

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