Die Deutsche Bahn, das Land und die Verkehrsverbände investieren in NRW insgesamt eine Milliarde Euro. Bis 2023 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Der Oberbilker Bahnhof gehört zu den Stationen, die bis 2023 modernisiert werden sollen.
Der Oberbilker Bahnhof gehört zu den Stationen, die bis 2023 modernisiert werden sollen.

Der Oberbilker Bahnhof gehört zu den Stationen, die bis 2023 modernisiert werden sollen.

Melanie Zanin

Der Oberbilker Bahnhof gehört zu den Stationen, die bis 2023 modernisiert werden sollen.

Düsseldorf. 150 Bahnhöfe will die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Land und den Verkehrsverbänden bis 2023 in NRW auf einen neueren Stand bringen und barrierefrei machen. Eine Milliarde Euro sind dafür eingeplant. Aus Düsseldorf sind neun Bahnhöfe dabei.

Auch die Stationen Wehrhahn und Derendorf sind in der Liste aufgeführt – dabei sind hier die Umbauarbeiten bereits erfolgt. „Es handelt sich bei diesen beiden Stationen um fast fertige, an denen noch kleine Restarbeiten vorgenommen werden müssen“, erklärt ein Bahn-Sprecher. „Deshalb stehen sie mit auf der Liste.“

Die S-Bahn-Station in Oberbilk, die in einem sehr schlechten Zustand ist was Sauberkeit und Struktur angeht, steht ebenfalls im Plan. Nicht aber die vergleichbar heruntergekommene Station Volksgarten, die zwischen Oberbilk und dem Hauptbahnhof liegt. „In dem aktuellen Plan sind keine Änderungen für die Station Volksgarten vorgesehen“, so der Sprecher. Ob damit festehe, dass sich hier bis zum Jahr 2023 nichts tun werde, konnte er nicht bestätigen.

Auch die Haltestelle Düsseldorf Hamm ist mit aufgeführt, wobei die Umbaumaßnahmen schon zum Ende dieses Monats abgeschlossen sein sollen. Aufzüge, Anzeigetafeln etc. wären bereits in Betrieb.

Hamm ist fast fertig, langfristig ist der Bahnsteig aber zu hoch

Langfristig muss aber noch das Bodenniveau des Bahnsteigs verändert werden. Denn die neuen Bahnen der Linie S 8 sind zu niedrig für den 96 Zentimeter hohen Bahnsteig, Passagiere müssen eine große Stufe nach oben nehmen, um die Bahn zu verlassen. Zu den alten Bahnen, etwa denen der Linie S 11, passt der Bahnsteig. „Wenn diese Bahnen einmal erneuert werden dann werden wir entweder den Bahnsteig auf 76 Zentimeter herabsenken oder die Gleise anheben“, heißt es vonseiten der Deutschen Bahn.

Bis 2023 modernisiert werden in Düsseldorf: Benrath, Bilk, Derendorf, Friedrichstadt Gerresheim, Hamm, Oberbilk, Wehrhahn und Völklinger Straße.

Die Bahn, das Land und die Verkehrsverbünde teilen die Kosten von einer Milliarde – je nach Baumaßnahme seien die Finanzierungsanteile unterschiedlich, so die Bahn. Die Anteile des Landes werden auch aus dem Budget der Modernisierungsoffensiven zwei und drei sowie des Ausbaus Infrastruktur Rhein-Ruhr-Express finanziert.

Iko Tönjes vom NRW-Büro des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) begrüßt die Modernisierungen grundsätzlich. „Klar ist aber, das alle 700 Bahnhöfe in NRW auf dem neuesten Stand sein sollten. Der Bund hat mehr Geld denn je, Geld zu leihen wird derzeit sogar bezuschusst. Die Offensive könnte man da auch noch größer anlegen, um endlich gute Standards überall zu schaffen.“ Die Sauberkeit und die Wahrung eines guten Zustandes der Bahnhöfe seien aus einem anderen Topf zu finanzieren, aber nicht weniger wichtig. „Die Zugänge sind oft die abschreckendsten Teile eines Bahnhofs, gleichzeitig fungierten sie als Aushängeschild für die Passagiere. „Und da machen viele derzeit eher Anti-Werbung“, so Tönjes.

Mehr Geld solle außerdem in die Wartung von Automaten, Anzeigen und Aufzügen gesteckt werden. Deren Funktion müsse Standard sein.

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