IHK-Präsident Ulrich Lehner machte 1100 Gästen in der Messe Mut für das neue Jahr.

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Ulrich Lehner ist Präsident der Industrie- und Handelskammer.

Ulrich Lehner ist Präsident der Industrie- und Handelskammer.

Reuters

Ulrich Lehner ist Präsident der Industrie- und Handelskammer.

Düsseldorf. Manchmal wäre es schön, wenn irrige Äußerungen der Wirklichkeit entsprächen. Vor einem Jahr sahen manche Banken-Insider die Finanzkrise schon als überwunden an. Auf solche Voraussagen spielte IHK-Präsident Ulrich Lehner Montagabend beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer in der Messe an. Mit dem ihm eigenen trockenen Humor schlussfolgerte er: "Nichts ist bekanntlich schwieriger, als Prognosen abzugeben, zumal dann, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen."

Lehner, als Ex-Henkel-Chef erfahrener Analytiker, gab denn auch keine Prognosen für 2009 ab, sondern machte eher Mut. Und dies, obgleich er auf aktuelle Paradoxien hinwies. Beispiel: "Der Finanzsektor buhlt um das Vertrauen des Publikums, signalisiert aber - aus nachvollziehbaren Gründen - dass es mit dem Vertrauen innerhalb der eigenen Branche nicht weit her ist."

Vor rund 1100 Gästen bilanzierte Lehner Standort-Stärken: den guten Branchenmix, bis in den Spätherbst Bestwerte bei Beschäftigung und Arbeitslosenquote, sechs Prozent mehr Ausbildungsverträge - sogar ein Gesamtplus von 30 Prozent in fünf Jahren. Und Lehner wehrte sich dagegen, nun die Globalisierung zu verteufeln, warnte vor zu viel "Sündenfällen" von Verstaatlichung wie im Bankensektor.

Was das Mutmachen angeht, hatte als Hauptredner der sehr unterhaltsame Hans-Jörg Bullinger das Wort. Die Zukunft ist das Geschäft des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft. Er stärkte vor allem den innovativen Unternehmern den Rücken. Denn nur mit Erfindungen ließe sich weltweit genug Geld verdienen, um den hohen Lebensstandard hierzulande zu sichern.

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