LVR und Uni-Klinik eröffnen 2012 Neurologisches Zentrum.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Hans-Peter Hartung, Wolfgang Raab und Wolfgang Gaebel (v. li.) stellten gestern das neue Zentrum gemeinsam vor.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Hans-Peter Hartung, Wolfgang Raab und Wolfgang Gaebel (v. li.) stellten gestern das neue Zentrum gemeinsam vor.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Hans-Peter Hartung, Wolfgang Raab und Wolfgang Gaebel (v. li.) stellten gestern das neue Zentrum gemeinsam vor.

Bernd Schaller

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Hans-Peter Hartung, Wolfgang Raab und Wolfgang Gaebel (v. li.) stellten gestern das neue Zentrum gemeinsam vor.

Düsseldorf. Drei Jahre lang wurde geplant, drei Millionen Euro haben Uni-Klinik und Landschaftsverband Rheinland (LVR) in die Hand genommen. „Zu jeweils gleichen Teilen“, wie Wolfgang Raab, Ärztlicher Direktor der Uni-Klinik betont. Am 1. April 2012 soll nun das Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie ZNN in Betrieb gehen und nach den Wünschen des LVR-Klinikchefs Wolfgang Gaebel schnell zu einem „universitätsmedizinischen Leuchtturm“ in Düsseldorf mit kalkulierten 1500 bis 1700 Patienten im dritten Betriebsjahr.

Bisher gab es nur Spezialisten an der Uni oder im Marien-Hospital

Doch bevor der Turm leuchtet, steht im Vordergrund, dass mit dem ZNN eine Versorgungslücke geschlossen wird. Bislang mussten Schlaganfall-Patienten aus dem Düsseldorfer Nord-Osten zu den Spezialisten ins Marien-Hospital oder gar ins Uni-Klinikum gefahren werden. Dabei ging wichtige Zeit verloren. „Es ist gut für die Stadt, dass dieses Zentrum kommt. Die Zustimmung war parteiübergreifend und einstimmig“, sagte Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Bürgermeisterin und Mitglied im LVR-Krankenhausausschuss. Dem ZNN werden Professor Gaebel und Professor Hans-Peter Hartung, der Direktor der neurologischen Klinik der Uni, vorstehen.

Dass LVR und Uni-Klinik zu dieser Partnerschaft zusammenfanden, ist für Raab eine „Fortsetzung jahrzehntelanger Tradition“ und für Gaebel ein Arbeiten mit dem „Wunschpartner“. Dabei hatte es 2008 Gespräche zwischen der Gerresheimer Sana- und der LVR-Klinik gegeben. Sie wurden aber von Sana abgebrochen – im Streit über den Standort der Betten. Zuletzt fühlte Sana, wie die WZ berichtete, im März in der Bezirksvertretung wegen einer neurologischen Station für das eigene Haus vor. Doch da hatten LVR und Uni-Klinik längst Einigkeit erzielt.

Nun entsteht das ZNN, das bald auch als spezielle Schlaganfall-Station (Stroke Unit) zertifiziert werden soll, in Gebäude 2 der Neurologie des LVR-Klinikums. Das Haus wird dazu ausgebaut, um dem neuen Kernspintomographen und weiterer Diagnosetechnik Raum zu bieten – vorerst. Denn der kaufmännische Direktor der LVR-Klinik, Joachim Heinlein, kündigte gestern umfangreiche Neubaumaßnahmen an, in deren Zuge das ZNN dann ein neues Zuhause bekommen soll. Bis dahin soll den Schlaganfall-Patienten von der Diagnose bis zum Beginn der Reha eine optimale Versorgung geboten werden. Der Bedarf wird da sein. Professor Hartung weiß: „Die Zahl der Schlaganfälle steigt mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft.“

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